Aachen - Wissenschaft im Zauber der späten Stunde

Wissenschaft im Zauber der späten Stunde

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Wissenschaftsnacht
Etwa 5000 Menschen, darunter viele von ihnen Kinder und Jugendliche, haben im vergangenen Jahr die Wissenschaftsnacht der RWTH genutzt, um in den Wissenschaftsbetrieb hereinzuschnuppern. Foto: Markus Schuldt

Aachen. „Leonardo da Vinci damals und heute”, „Von der Neurobiologie eines kleinen Unterschieds”, „Die menschliche Dimension neuer Energietechnologien”: So nahe kommt man der Wissenschaft (fast) das ganze Jahr nicht wie in der nunmehr achten Wissenschaftsnacht der RWTH.

Die drei genannten und rund 40 weitere Themen aus dem breiten Spektrum der Hochschule werden am Freitag, 12. November, verständlich und spannend bis pfiffig präsentiert. Von 19 Uhr bis 1 Uhr nachts wird das Gebiet um Kármán-Auditorium, SuperC und Hauptgebäude zum Hörsaal und Labor für alle und mit allen Formen: Vorträge und Experimente, Ausstellungen und Musik, Theater und Film.

„Die Sonne als Energiequelle: Rettung oder Katastrophe” ist eines der großen Themen, die alle angehen.

Der Erdölpreis explodiert aktuell und verdoppelt sich in nur einem Jahr. Manche sehen das als Beweis für das Ende der Erdölreserven. So ergeben sich verschiedene Fragestellungen: Was kommt nach dem Erdöl? Wie ersetzen wir Erdöl, das mit fast 40 Prozent Hauptenergieträger ist und mit 80 Prozent Haupt-Kohlenstofflieferant für die Chemische Industrie? Professor Andreas Pfennig vom Lehrstuhl für thermische Verfahrenstechnik diskutiert in seinem Vortrag auch solche großen Fragen wie die, ob der Klimawandel wirkungsvoll gestoppt oder zumindest wesentlich gebremst werden kann und wie sicher man bei allen Vorhersagen für die Zukunft der Menschheit überhaupt sein kann.

„Wichtig ist es, den Überblick über die Diskussionen in den Medien zu behalten, die meistens von Vertretern bestimmter Interessen geführt werden”, betont Prof. Pfennig, der auch eine erste Einschätzung auf die Frage liefern wird, was die Sicherstellung einer lebenswerten Zukunft kosten wird. (21 Uhr, Kármán-Auditorium, Hörsaal Fo 4). An gleicher Stelle, eine gute Stunde später, führt Professor Jan Borchers vom Lehrstuhl Informatik 10 vor, warum die beste Technik nichts nützt, wenn man sie nicht bedienen kann.

Die Tücken der Technik zeigen sich im alltäglichen Leben bekanntlich nur allzu häufig. Aber es geht auch anders: bei manchen Geräten geht uns die Benutzung so leicht von der Hand, dass wir sie kaum noch bemerken. „Wie kommt das?”, hinterfragt der Experte für die Schnittstelle zwischen Mensch und Computer - und antwortet auch.

Borchers zeigt auf, welche Designfehler Geräte unbenutzbar machen, weshalb es immer wieder passiert, dass manche Geräte einfach nicht so funktionieren, wie sie sollten und wie die Forschung versucht, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Was kommt in einigen Jahren auf uns zu? Werden zukünftige Technologien immer komplizierter oder einfacher zu benutzen sein? Und woran erkennt man benutzerfreundliche Geräte schon beim Kauf? ( 22.15 Uhr, Kármán-Auditorium, Hörsaal Fo 4) .

Essen und Trinken

Ebenso interessant versprechen eine ganze Reihe der gut 40 Präsentationen dieser Nacht zu werden. Für Unterhaltung, Essen und Trinken ist überdies reichlich gesorgt. Die einzelnen Orte und Stationen finden Sie unten auf dieser Seite, und das komplette Programm auch im Internet.
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