Düsseldorf - Winterwetter in NRW sorgt für massive Verkehrsbehinderungen

Winterwetter in NRW sorgt für massive Verkehrsbehinderungen

Von: Markus Peters und Michael Bosse, dapd
Letzte Aktualisierung:

Düsseldorf. Das Winterwetter hat am Wochenende in Nordrhein-Westfalen für zahlreiche Unfälle und massive Verkehrsbeeinträchtigungen gesorgt.

Wie die Landesstelle der Polizei mitteilte, ereigneten sich von Samstagmittag bis Sonntagmittag rund 500 Unfälle auf schnee- oder eisglatten Straßen. Dabei wurde am Samstagabend eine 30 Jahre alte Frau in Borchen (Kreis Paderborn) getötet. Zudem erlitten 44 Menschen zum Teil schwere Verletzungen. Der bei den Unfällen entstandene Gesamtsachschaden wird auf rund 620.000 Euro geschätzt.

Dennoch sei die Verkehrslage am Sonntag vergleichsweise ruhig, sagte ein Sprecher der Leitstelle. Größere Straßen mussten bis zum Mittag nicht gesperrt werden. Offenbar hätten viele Verkehrsteilnehmer auf Fahrten mit dem Pkw verzichtet. Allerdings forderte eine geschlossene Schneedecke auf Teilen der Autobahnen 1 und 46 viel Geduld von den Autofahrern.

Der tödliche Unfall in Borchen hatte sich auf einer abschüssigen Strecke ereignet. Die Autofahrerin war mit ihrem Kleinwagen ins Schleudern gekommen, in einen Graben gefahren und gegen einen Baum geprallt. Dabei erlitt die Frau so schwere Verletzungen, dass sie noch am Unfallort starb.

In Remscheid kam es durch witterungsbedingte Weichenstörungen zu Zugausfällen, Busverkehr war nur noch auf den Hauptdurchgangsstraßen möglich. Zahlreiche öffentliche Veranstaltungen wurden abgesagt. In Finnentrop (Kreis Olpe) brach ein Zelt auf dem Weihnachtsmarkt unter den Schneemassen zusammen. Dabei wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. In Schwelm musste eine Straße aufgrund von Schneeverwehungen mit schwerem Räumgerät vom Schnee befreit werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen von Samstagabend bis Sonntagmorgen unter anderem im Bergischen Land bis zu 30 Zentimeter Schnee. Auch im Sauerland und in Ostwestfalen gab es ergiebige Schneefälle, die auch am Tag andauerten. Derweil wurde die Unwetterwarnung für Teile NRWs verlängert.

Bis zum Sonntagabend sind noch weitere starke Schneefälle im Sauerland und im Bergischen Land zu erwarten. Zudem drohe auch stellenweise Glatteis, sagte ein DWD-Meteorologe.
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