Winter hat NRW weiter fest im Griff

Von: Sabine Meuter, ddp
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Düsseldorf/Essen. Der Winter hat Nordrhein-Westfalen weiter fest im Griff. Die Nacht zum Sonntag war in NRW nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit Minustemperaturen bis in den zweistelligen Bereich für die erste März-Dekade ungewöhnlich kalt.

In den nächsten Tagen wird es zwar tagsüber maximal bis zu sieben Grad Celsius warm, nachts soll es aber weiterhin Frost geben. Aller Voraussicht nach kommt am nächsten Wochenende eine neue Kältewelle auf NRW zu. An diesem Wochenende führten teils ergiebige Schneefälle sowie Glatteis zu zahlreichen witterungsbedingten Verkehrsunfällen.

Derzeit ist es nach Angaben des Meteorologen Günther Hamm vom DWD „definitiv zu kalt” in NRW für diese Jahreszeit. Im sauerländischen Eslohe seien in der Nacht zum Sonntag Temperaturen von minus 16,4 Grad gemessen worden, gefolgt von Lippstadt mit 15,6 Grad und Bad Lippspringe mit 14,8 Grad. Klirrend kalt sei es vor allem in den Regionen von NRW gewesen, wo Schnee liegt.

Nach Polizeiangaben ereigneten sich von Freitagabend (18.00 Uhr) bis Samstagmorgen (4.30 Uhr) 337 witterungsbedingte Unfälle in NRW, bei denen 45 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Der Sachschaden liegt bei rund 1,5 Millionen Euro. Auf vielen Autobahnen kam es zu erheblichen Behinderungen und teils Sperrungen aufgrund von liegengebliebenen Fahrzeugen. Durch die Schneelast stürzten Bäume um.

Nach DWD-Angaben schneite es vor allem in der Eifel und im Sauerland kräftig. „In der Eifel gab es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee”, sagte Hamm. Im Sauerland wurden den Angaben zufolge in Meinerzhagen bis zu 19 und in Rüthen bis zu 18 Zentimeter Neuschnee gemessen. Auch in anderen Landesteilen fiel Schnee oder Schneeregen.

Das Wetter verwandelte die Straßen in NRW teils in gefährliche Rutschbahnen. Bei der Kollision von zwei Fahrzeugen wurden am Samstag in Lemgo (Kreis Lippe) sechs Menschen verletzt, drei davon schwer. Ein 22-Jähriger hatte laut Polizei mit seinem Pkw ein vorausfahrendes Fahrzeug überholt. Durch Schneeglätte kam er dabei ins Schleudern und prallte mit dem entgegenkommenden Fahrzeug eines 25-Jährigen zusammen. Beide Fahrer sowie einer der Insassen im Wagen des 22-Jährigen zogen sich schwere Blessuren zu. Die übrigen drei Mitfahrer erlitten leichte Verletzungen. Der 22-Jährige stand unter Alkoholeinfluss. Er musste sich im Krankenhaus einer Blutentnahme unterziehen und seinen Führerschein abgeben. An beiden Pkw entstand Totalschaden.

Im sauerländischen Eslohe rutschte am Samstagmorgen ein Langholz-Transporter in einer Kurve gegen ein Gaststätten-Gebäude. Laut Polizei entstand erheblicher Schaden. Im Kreis Coesfeld kam es am Samstag von 0.00 bis 11.30 Uhr zu 14 witterungsbedingten Unfällen mit drei Verletzten.

Bei dichtem Schneegestöber waren am Freitagabend im westfälischen Halle 14 Fahrzeuge ineinander gefahren, darunter drei alarmierte Einsatzfahrzeuge. Insgesamt waren elf Autos, zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug in die Karambolage verwickelt. Verletzte gab es nicht. Die Polizei schätzte den Sachschaden auf rund 200.000 Euro.
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