Winter behindert Verkehr in NRW

Von: ddp-nrw
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Düsseldorf. Aufgrund des Blitzeises und des eingeschränkten Winterdienstes wegen fehlenden Streusalzes musste im Kreis Mettmann auf vielen Buslinien der Betrieb eingestellt werden. Allein im Oberbergischen Kreis kam es am Freitag zwischen 5 und 14 Uhr zu über 30 witterungsbedingten Verkehrsunfällen.

Bei einem der Unfälle wurden drei Personen leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Blechschäden. Im Kreis Paderborn ereigneten sich am Freitag zehn Glätteunfälle mit zwei Verletzten und einem Sachschaden von insgesamt 35.000 Euro.

Unfallursache war laut Polizei meistens nicht angepasste Geschwindigkeit auf Schnee oder Schneematsch. Im Kreis Lippe krachte es im morgendlichen Berufsverkehr 26 Mal. Bei einem der Unfälle wurde ein Fahrer leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Blechschäden. Viele Autofahrer saßen allerdings fest, weil querstehende Lkw die Straßen blockierten. Nach Angaben eines Sprechers der Landesleitstelle der Polizei behinderte vor allem im Raum Wuppertal und Mettmann sowie in Bielefeld, Gummersbach und Siegburg Glatteis den Straßenverkehr.

Insbesondere an Steigungen hätten viele Verkehrsteilnehmer Probleme gehabt. Die Lage werde zusätzlich dadurch verschärft, dass den Kommunen die Streusalzvorräte ausgingen. In Emmerich (Kreis Kleve) war ein Auto vermutlich aufgrund von Glatteis von der Fahrbahn abgekommen und im Gleisbett einer Zugstrecke gelandet.

Die 54-jährige Fahrerin konnte ihren Wagen noch rechtzeitig verlassen, ehe ein Güterzug in den Pkw raste. Das Auto wurde noch rund 50 Meter weit mitgeschleift, bevor der Zug schließlich zum Stillstand kam. Verletzt wurde niemand. Am Pkw entstand Totalschaden. Durch diesen Unfall kam es zu einer Unterbrechung im Zugverkehr in die Niederlande. Zudem gab es laut Bahn eine Störung im Kölner Stellwerk, wodurch sich zahlreiche Züge verspäteten. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes muss in NRW weiter mit erheblichen Behinderungen durch Schnee sowie durch Eisglätte gerechnet werden.

Im sauerländischen Winterberg mussten wegen hoher Schneelasten auf den Dächern mehrere öffentliche Einrichtungen geschlossen werden. Nach Angaben des Leiters des städtischen Ordnungsamtes, Andreas Hester, ist unter anderem die Eissporthalle betroffen. In dem Gebäude befinden sich auch die Kurhalle und die Touristik-Zentrale. Ebenfalls nicht mehr betreten werden darf unter anderem die Turnhalle eines Gymnasiums. Auch zwei Dorf- und Schützenhallen sind betroffen.

„Die Dachlasten sind zum Teil deutlich überschritten”, sagte Hester. Mit Unterstützung der Feuerwehr soll aller Voraussicht nach am Samstag mit der Räumung der Dächer begonnen werden. „Vor Samstag macht dies keinen Sinn, da wir noch mit weiterem erheblichen Schneefall rechnen”, sagte der Leiter des Ordnungsamtes.
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