Hasselt/Lüttich - Wildschweine treiben Limburgs Bauern zur Verzweiflung

FuPa Freisteller Logo

Wildschweine treiben Limburgs Bauern zur Verzweiflung

Von: Marc Heckert
Letzte Aktualisierung:
wildschwein
Familienfreuden unter Wildschweinen: Ein wenige Wochen alter Frischling unter der Schnauze seines Vaters, einem mächtigen Keiler. Foto: dpa

Hasselt/Lüttich. Landwirte in der ostbelgischen Provinz Limburg klagen über immer mehr Bodenschäden durch Wildschweine. Deren Zahl habe überhand genommen. „1300 Wildschweine terrorisieren Limburg”, titelt die flämische Zeitung Het Belang van Limburg am Dienstag.

Allein in der vergangenen Woche hätten demnach Keiler und Bachen in der Provinz Schäden für rund 40.000 Euro angerichtet. Die Tiere reißen bei der Futtersuche den Boden mit ihren Schnauzen auf und pflügen so größere Flächen regelrecht um. Wildschweine ernähren sich gerne von dem als Futterpflanze weit verbreiteten Mais.

Nach Angaben des flämischen Institutes für Natur und Walduntersuchung INBO müssten jährlich rund 700 Tiere geschossen werden, was aber seit Jahren nicht mehr geschehen sei. Folglich sei die Zahl der Tiere zuletzt stark gestiegen. Die limburgischen Bauern sehen das Problem vor allem in Naturschutzgebieten, wo die Tiere nicht gejagt würden. Die Schäden blieben an den Landwirten hängen.

Die Bauern appellieren an die zuständige flämische Umweltministerin Joke Schauvliege, die Jagdbeschränkungen in Schutzgebieten aufzuheben. Neben den Ackerschäden habe es bereits mehrere Unfälle gegeben, bei denen Autos mit Wildschweinen zusammengestoßen seien.

Die Zahl der Wildschweine nimmt generell in Mitteleuropa stark zu. Auch in Deutschland ist das Tier in dicht besiedelte Gebiete vorgedrungen. So sollen allein rund um Berlin rund 10.000 Tiere leben, davon im unmittelbaren Stadtgebiet 4000.

Erst vor wenigen Wochen hatte in der Nähe von Lüttich ein Wildschwein für Schlagzeilen gesorgt, das nachts in einen privaten Swimmingpool gefallen war. Die Feuerwehr befreite den ungebetenen Besucher.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert