Wieder Geldautomat gesprengt: Versuch in Viersen misslungen

Von: dpa
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In Duisburg knackten unbekannte Täter mit einem Gasgemisch am späten Dienstagabend einen Automaten einer Bank. Dabei entstand erheblicher Sachschaden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Foto: Caroline Seidel/ dpa

Duisburg/Aachen. Die Serie der Geldautomaten-Sprengungen in Nordrhein-Westfalen reißt nicht ab. In Duisburg verwüsteten unbekannte Täter Dienstagnacht mit einem Gasgemisch einen kleinen Containerbau mit einem Geldautomaten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Die Diebe flüchteten mit der Beute. Nach Zeugenangaben rasten drei Männer in einer weißen Limousine mit Oberhausener Kennzeichen davon. Ob Auto und Kennzeichen gestohlen waren, konnte die Polizei am Mittwoch noch nicht sagen.

Ein paar Stunden nach der Explosion in Duisburg der nächsten Fall in Viersen-Dülken: Es blieb aber beim Versuch. Nach Polizeiangaben zog das Trio am frühen Morgen unverrichteter Dinge ab. Die Männer hatten vergeblich versucht, den Geldautomaten mit Gas zu sprengen, brachen ihr Vorhaben ab und sollen in einer dunklen Limousine mit Viersener Kennzeichen Richtung A61 geflüchtet sein.

Nach Angaben des Landeskriminalamts agieren mehrere Täter-Gruppen nach dem gleichen Tatmuster: Sie kommen von den Niederlanden über die Grenze, agieren in frühen Morgenstunden zwischen zwei und drei Uhr und flüchten mit PS-starken, dunklen Limousinen.

Im vergangenen Jahr hatte es landesweit 67 erfolgte und versuchte Automaten-Sprengungen gegeben, in diesem Jahr sind es nach LKA-Angaben bereits 14. 26 Taten konnten aufgeklärt und mehrere Gruppen von Verdächtigen festgenommen werden. Auch in der Region Aachen/Düren/Heinsberg schlugen die Kriminellen mehrfach zu.

Ob die drei mutmaßlichen Einbrecher, die vor gut zwei Wochen auf der A57 einen tödlichen Unfall gebaut hatten, etwas mit den Automaten-Sprengungen zu tun haben, ist nach Polizeiangaben noch nicht geklärt. Der Abgleich von DNA-Spuren werde trotz Vorrang voraussichtlich noch Wochen dauern, sagte eine Polizeisprecherin in Krefeld. Bei dem Unfall waren zwei junge Niederländer gestorben, der dritte wurde schwer verletzt.

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