Aachen - „Wie ein Tier gehetzt”: Staatsanwalt fordert Haft für Rechten

„Wie ein Tier gehetzt”: Staatsanwalt fordert Haft für Rechten

Von: jab
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein Jahr und drei Monate Haft ohne Bewährung ist die Forderung der Staatsanwaltschaft im Amtsgerichts-Prozess gegen „Kameradschaft Aachener Land”-Mitglied Denis U. Die Verteidigung dagegen fordert Freispruch für den rechtsradikalen Angeklagten.

Dem 26-jährigen Dürener wird zur Last gelegt, im Juni 2011 mit anderen Gleichgesinnten in der Aachener Innenstadt einen Skater gejagt und verletzt zu haben, den er dem linken Lager zuordnete. Vier Monate später soll der Chemiestudent in einer Stolberger Gaststätte dem NPD-Ratsherrn Willibert Kunkel im Streit absichtlich den Ellenbogen ins Gesicht gestoßen haben.

Staatsanwalt Lutz Dirksen sprach in Zusammenhang mit dem ersten Tatvorwurf von einer Menschenjagd, bei der das Opfer „durch einen braunen Mob wie ein Tier durch die Straßen gehetzt” worden sei. Vor Gericht war er jedoch nicht als Zeuge aufgetreten

Der Angeklagte hatte hingegen erklärt, zwar vor Ort, jedoch nicht an den Taten beteiligt gewesen zu sein. Er habe die anderen sogar abhalten wollen. Dirksen hielt das für eine Schutzbehauptung. Denis U. sei einschlägig vorbestraft und als hochaggressiv bekannt.

Verteidigerin Gabriele Prümm warf Dirksen vor, eine allzu simple Rechnung aufzustellen, die da sinngemäß laute: „Einmal Unruhestifter, immer Unruhestifter.” Das Schöffengericht will am 14. Juni ein Urteil verkünden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert