Wetter sorgt für trübe Stimmung in den NRW-Schwimmbädern

Von: Malte Werner und Michael Bosse, dapd
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Freibad
er bislang eher bescheidene Sommer hat den Freibädern in Nordrhein-Westfalen die Bilanz verhagelt. Foto: dapd

Düsseldorf. Der bislang eher bescheidene Sommer hat den Freibädern in Nordrhein-Westfalen die Bilanz verhagelt. Stellenweise verzeichneten die Einrichtungen wegen des nasskalten Wetters einen Besucherrückgang von bis zu 80 Prozent, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab.

Die Bäder hoffen nun darauf, dass sich in den Sommerferien das Wetter verbessert - zumindest Anfang der kommenden Woche sollen die Temperaturen auf bis 28 Grad Celsius steigen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) droht aber ab Mitte der Woche schon wieder kälteres Wetter und Regen.

Bei den Sport- und Bäderbetrieben Essen verzeichnet man bislang einen Besucherrückgang von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hatte man im Vorjahr bis Ende Juli schon über 331.600 Besucher in den fünf Frei- beziehungsweise Kombibädern gezählt, so sind es in diesem Jahr nur rund 127.600 Badende, sagte der Gruppenleiter Bäder bei den Sport- und Bäderbetrieben, Michael Ruhl.

Das bedeute ein Minus von 340.000 Euro gegenüber dem Vorjahreswert. Einen „Schlechtwetter-Rabatt” auf die Eintrittspreise habe es nicht gegeben, weil bei den Preisen kein Spielraum für Preissenkungen mehr sei, erklärte Ruhl.

Die beiden städtischen Freibäder in Münster zählten bis Ende Juli gerade einmal 42.000 Besucher. Im vergangenen Jahr kamen in der gleichen Zeit dreimal so viele Gäste. Sportamts-Verwaltungsleiter Michael Willnath sprach von einem sehr schlechten Jahr. Immerhin, sagte er, seien die beiden Hallenbäder gut besucht.

In Bielefeld gingen in den beiden ersten Monaten der Freibadsaison etwa 168.000 Menschen schwimmen. Die Zahlen für Mai und Juni lagen um 100.000 Besucher unter dem Wert des Vorjahres. Für Juli lagen der Bielefelder Bäder und Freizeit GmbH noch keine Zahlen vor. Deutlich hinter den Erwartungen zurück liegen auch die Bäder in Köln.

Dort klagen manche Einrichtungen über einen Besucherrückgang von etwa 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, sagte der Marketingleiter der Kölner Bäder GmbH, Achim Fischer. Dennoch sei nicht geplant, einige der Bäder zu schließen. Zudem verfügten bis auf eine Ausnahme alle Einrichtungen auch über Schwimmhallen.

Zudem setzt auch Fischer auf das Prinzip Hoffnung. „Wenn wir jetzt vier Wochen halbwegs stabiles Ferienwetter haben, dann geht es noch”, betonte er. Die Saison endete ja schließlich erst Mitte September.
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