Heinsberg - Weiterhin Mahnwachen in Randerath

Weiterhin Mahnwachen in Randerath

Von: ddp-nrw
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Immer noch demonstrieren regelmäßig Menschen gegen den Aufenthalt von Karl D. in Randerath. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg. Die Mahnwachen vor dem Haus des in Heinsberg lebenden verurteilten Sexualstraftäters Karl D. gehen nach der gerichtlichen Ablehnung einer Sicherungsverwahrung weiter.

Seit Wochen versammelten sich jeden Abend Anwohner des Ortes und aus dem gesamten Kreis vor dem Haus des Bruders von Karl D., sagte ein Sprecher der Polizei Heinsberg.

Der Mann stehe weiterhin rund um die Uhr unter Observation. Informationen darüber, ob sich der 57-Jährige inzwischen zu einer Therapie in einer geschlossenen Einrichtung bereiterklärt habe, lagen nicht vor.

Das Oberlandesgericht München hatte am 7. Mai eine Sicherungsverwahrung des Mannes abgelehnt. Das Gericht entschied, dass die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Aufhebung des Unterbringungsbefehls unbegründet sei. Zur Begründung hieß es unter anderem, es lägen keine „zusätzlich dringenden Gründe für die Annahme” vor. Neben der Gefährlichkeit müssten zudem auch „neue Tatsachen” vorliegen. Derartiges liege derzeit nicht vor. Nun muss der Bundesgerichtshof (BGH) eine erneute Revision prüfen.

Die Staatsanwaltschaft München hatte Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts eingelegt, den 57-Jährigen nach Verbüßung einer 14 Jahre langen Haftstrafe wegen Vergewaltigung in die Freiheit zu entlassen.

Nach seiner Haftentlassung war der Mann nach Heinsberg-Randerath zu seinem Bruder gezogen. Im März hatten Anwohner gegen den Verbleib des Sexualstraftäters im Ort protestiert. Auch Rechtsextremisten demonstrierten mehrfach gegen den Mann. Der Fall hatte bundesweit für Diskussionen gesorgt, weil der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), die Bevölkerung unmittelbar nach Erscheinen des Ex-Häftlings gewarnt hatte
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