Aachen - Weihbischof besucht „Spectrum” in Aachen

Weihbischof besucht „Spectrum” in Aachen

Letzte Aktualisierung:

Aachen. Im Rahmen der Solidaritätskollekte für Menschen ohne Erwerbsar­beit an diesem Wochenende hat Weihbischof Johannes Bündgens die Berufsqualifizierungsmaßnahme „Spectrum” in Aachen besucht.

„Spectrum” beschäftigt und qualifiziert Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Mit dem Ziel, über einen Handwerksberuf die eigenen Fähigkeiten kennen zu lernen und weiter zu entwickeln, werden die Beschäftigten in ihr neues Arbeitsumfeld eingearbeitet und bis zur selbst­ständigen Arbeit begleitet, wie Projektleiter Bernhard Preuß erklärte. Träger von „Spectrum” ist der Rheinische Verein für Katholische Arbeiterkolonien e.V.

Art und Form der Tätigkeit orientiert sich an den individu­ellen Voraussetzungen des Einzelnen und seinen persönlichen Entwicklungsmög­lichkeiten. Das Spektrum reicht hier von der einfachen Beschäftigung, bis hin zur ab­geschlossenen Berufsausbildung. Unter nahezu realistischen Bedingungen werden in den Bereichen „Holz”, „Metall”, „Garten- und Landschaftsbau”, „Maler und Lackierer” und „Hauswirtschaft” Arbeiten für andere gemeinnützige Einrichtungen, Institutionen und Auftraggeber getätigt.

„Spectrum” ist ein anerkannter Ausbildungsbe­trieb mit derzeit fünf Auszubildenden. 36 Maßnahmeteilnehmer befinden sich im teilstationären Bereich der Einrichtung. Unterstützt werden die Teilnehmer von ausgebildeten Arbeitsanleitern und Sozialpädagogen. „Wir kämpfen mit vielen Existenzproblemen. Die Finanzierung ist ein ständiges Problem und steht derzeit auf wackligen Füßen. Darüber hinaus wurde die maximale Verweildauer in den Maßnahmen von zwei auf ein Jahr gekürzt, was sozialpädagogisch nicht sinnvoll ist”, betont Preuß.

Durch die Ausbildung erfahren die jungen Menschen ein völlig neues Selbstwertgefühl. „Ich fühle mich wieder integriert und kann die Zeit außerhalb der Arbeit bewusster erleben und genießen”, beschreibt die 24-jährige Sarah Bergstein aus Würselen. Nach einer Ausbildungsunterbrechung und unzähligen erfolglosen Bewerbungsversuchen fand sie im Hauswirtschaftsbereich eine neue Perspektive.

Bei der ökumenischen Solidaritätskollekte für Menschen ohne Erwerbsar­beit am 7. und 8. Mai 2011sind die Menschen in allen Gotteshäusern dazu aufgerufen, ihre Geldbeutel zu öffnen und zu spenden. „Für Spectrum und die

24 anderen Arbeitslosenprojekte im Bistum Aachen lohnt es sich zu spenden.

Arbeitslose und junge Menschen ohne Chance auf Ausbildung dürfen uns nicht egal sein”, betont Weihbischof Dr. Johannes Bündgens. „Wir wollen diesbezüglich keine hoffnungslosen Fälle. Damit Spectrum überleben kann, ist es wichtig, dass wir uns als Solidargemeinschaft zeigen”, sagt Pfarrer Josef Voß, Regionaldekan Aachen-Stadt. „Für jeden, der bei Spectrum einen Ausbildungsplatz bekommt, bedeutet dies ein neues Leben, ein neues Selbstwertgefühl. Hier ist Hilfe am richtigen Ort”, sagt der stellvertretende Superintendent Martin Obrikat als Vertreter der evangelischen Kirche.

„Die Solidaritätskollekte ist neben dem Solidaritätslauf am 18. September und den Spenden der Bevölkerung die dritte wichtige Säule der Finanzierung der Arbeitslosenarbeit im Bistum Aachen”; verdeutlicht Gerd Mertens vom Büro der Regionaldekane. Insgesamt 800.000 Euro gebe das Bistum jährlich für kirchliche Arbeitslosenprojekte im gesamten Bistum aus.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert