Wegen Diebstahl entlassener Zugbegleiter klagt

Von: ddp-nrw
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Köln. Ein wegen des Diebstahls von 30 Erfrischungstüchern entlassener Zugbegleiter wehrt sich vor dem Sozialgericht Köln gegen Einschnitte beim Arbeitslosengeld I. Wie das Gericht am Donnerstag mitteilte, war der Mann bei der für die Versorgung im Hochgeschwindigkeitszug Thalys zuständigen Firma Railrest beschäftigt.

Am 27. August 2008 kündigte ihm der Arbeitgeber, weil er angeblich 30 Erfrischungstücher, die für die Gäste vorgesehen waren, entwendet haben soll. Vier Tage später sprach das Unternehmen zudem eine zweite Kündigung aus, weil der Mann in Paris den Zug verpasst hatte.

Der Mann hatte zum 1. Oktober 2008 Arbeitslosengeld beantragt. Die Agentur für Arbeit Köln sprach daraufhin eine dreimonatige Sperrzeit aus, weil der Beschäftigte sich „versicherungswidrig” verhalten und seine Entlassung selbst verschuldet hatte. Zudem wurde der Anspruch des Arbeitslosengeldes I um 90 Tage gekürzt.

Gegen diese Maßnahmen wendet sich der Kläger in dem Verfahren, das parallel zum Rechtsstreit am Arbeitsgericht stattfindet. Der Termin am Sozialgericht findet am 22. Oktober statt. Mit einer Entscheidung wird noch für denselben Tag gerechnet.
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