Wegberger Klinik-Skandal: Gutachten fast vollständig

Von: kl
Letzte Aktualisierung:

Mönchengladbach/Wegberg. Noch kann die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ihren selbst gesteckten Zeitplan im Ermittlungsverfahren gegen Arnold Pier einhalten.

Die für Oktober angekündigten Gutachten des von der Staatsanwaltschaft eingesetzten Chirurgie-Professors aus Düsseldorf „tröpfeln ein”, sagte der stellvertretende Pressesprecher Oberstaatsanwalt Lothar Gathen, dessen Dezernat für das Verfahren gegen Pier zuständig ist.

Ermittelt wird gegen den Inhaber der Wegberger St. Antonius Klinik seit Dezember 2006 unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung, weil nach Ansicht der Staatsanwaltschaft und bereits vorliegender Gutachten ein kausaler Zusammenhang zwischen der medizinischen Behandlung durch Pier und dem Ableben beziehungsweise der körperlichen Schädigung von Patienten bestehen soll. Pier und seine Gegengutachter bestreiten diesen kausalen Zusammenhang.

Noch wartet die Staatsanwaltschaft auf „drei bis vier” Gutachten des Mediziners aus Düsseldorf, die bis Ende des Monats fertiggestellt sein sollen. Außerdem sind weitere fachspezifische Gutachten in Auftrag gegeben worden, etwa aus den Bereichen der Unfallchirurgie und der inneren Medizin. Auch diese Gutachten werden bis Ende dieses Monats erwarten.

Erst nach Vorliegen aller Gutachten will die Staatsanwaltschaft in einer Zusammenfassung über die Ergebnisse und die Konsequenzen informieren. Dann dürfte sie auch definitiv erklären, ob es überhaupt zu einer Klageerhebung gegen Pier kommen wird.

Dem Vernehmen nach sollen schon nach den ersten beiden Gutachten ausreichend Anhaltspunkte vorliegen, die eine Klageerhebung rechtfertigen würden. Zeitpunkt dafür könnte das Jahresende sein, wenngleich bis dahin Pier, dessen Approbation wegen der Vorgänge in der Klinik vorläufig ruht, die Gelegenheit gegeben werden muss, Gegengutachten erstellen lassen zu können.

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