Warten auf „Bambi”-Gelder hat ein Ende

Von: Hans-Peter Leisten
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Volle Fahrt voraus: Bei der „Hazienda Arche Noah” kann die behindertengerechte Wasserburg jetzt fertig gestellt werden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ganz kurz heben Leines und seine Mitstreiter den Daumen fürs Foto nach oben. Eine symbolträchtige Geste, aber dann wird wieder angepackt, denn der 19. Mai steht vor der Tür. Und dann soll die neue Wasserburg auch wirklich auf dem nassen Element ihre Heimat finden.

Das neue Projekt des „Hazienda Arche Noah e.V.” in Aachen, der Kindern mit einer Behinderung eine pädagogisch wertvolle Freizeitgestaltung ermöglicht, soll dann Realität sein.

Leines ist Vorsitzender der Hazienda, heißt mit bürgerlichem Namen Uwe-Edmund Gaworski, und hat im November 2011 in den Medien für positive Schlagzeilen gesorgt: In der Rubrik „Stille Helfer” hat er für seinen Verein den Fernsehpreis „Bambi” erhalten - und damit verbunden die Zugabe für ein Preisgeld über 20.000 Euro.

Der Aachener Hilfsverein ging daraufhin mit Volldampf die Umsetzung eines neuen Projektes an - eben die Wasserburg auf dem Weiher des Hazienda-Geländes. „Europas einzige Wasserburg für Rollstuhl fahrende Kinder”, verkündeten Leines & Co. zuversichtlich.

Der Plan: Auf Pontons soll eine Holzplattform montiert werden und darauf ein Holzhaus stehen. Mit umweltfreundlichem Motor ausgestattet, soll die Burg kindersicher und behindertengerecht, auch kleine Rollstuhl-Fahrer zu einer Entdeckungsreise in die Tier- und Pflanzenwelt einladen.

Doch das versprochene Geld ließ auf sich warten. Fünf Monate nach dem spektakulären TV-Auftritt wich in Aachen die Freude dem Verdruss. Insgesamt 50.000 Euro kostet das Projekt, die Bambi-Gelder waren fest eingeplant.

Dann die Kunde aus dem Burda-Haus: „Das Geld kommt”, verspricht die Leiterin der Stiftung, Julia Wick, auf Anfrage unserer Zeitung. Und sie versichert dem Hilfsverein, dass auch der Eröffnungstermin 19. Mai eingehalten werden könne.

In der Tat bestimmen offensichtlich Sachzwänge den vergleichsweise langsamen Fluss der Gelder. Da es sich um die Übernahme von Materialkosten von 20.000 Euro handele, sei aus steuerrechtlichen Gründen eine genaue Auflistung und Prüfung der zweckgebundenen Kosten notwendig.

Und die läge jetzt vor. „Ein ganz normaler Prozess”, betont Wick. Bei Leines & Co löste die Info jetzt Jubel aus - dem ein kräftiges Zupacken folgte.
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