Warnstreiks drohen: Zweite Stahl-Tarifrunde ohne Ergebnis

Von: dpa
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Im Stahl-Tarifstreit wartet die IG Metall weiter auf ein Angebot der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft droht nun mit Warnstreiks. Am 21. November soll weiterverhandelt werden. Foto: dpa

Gelsenkirchen. Im Tarifstreit der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie ist am Montag die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt, teilte die IG Metall in Düsseldorf mit.

Es sei „kein Stück Bewegung” zu sehen gewesen. Die Arbeitgeber sehen die Tarifparteien unterdessen „erst am Beginn äußerst schwieriger Verhandlungen”.

Die Tarifkommission der Gewerkschaft will nun am Dienstag über Warnstreiks entscheiden. In dem Tarifkonflikt geht es um die Löhne und Gehälter für die rund 75.000 Beschäftigten der Eisen-und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die Friedenspflicht endete Ende Oktober. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 21. November in Düsseldorf stattfinden.

Vor Beginn der Gespräche in Gelsenkirchen hatten nach Angaben der IG Metall rund 800 Auszubildende demonstriert. Neben sieben Prozent mehr Geld fordert die Gewerkschaft auch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden sowie einen verbesserten tariflichen Anspruch bei der Altersteilzeit. „Die Auszubildenden haben heute bereits gezeigt, wie entschlossen sie in Sachen Übernahme sind. Ich habe keinen Zweifel, dass die Arbeitgeber diese Entschlossenheit auch in möglichen Warnstreiks zu spüren bekommen”, sagte der IG Metall-Bezirksleiter NRW, Oliver Burkhard.

Die Arbeitgeber äußerten Unverständnis über mögliche Warnstreiks. Sie kämen „vollkommen verfrüht”, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Strippelmann der dpa. Es sei möglich, dass die Arbeitgeber bei der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorlegen werden. Vorher müsse jedoch Klarheit darüber gewonnen werden, wie viel die Regelungen zur Ausgebildeten-Übernahme und zu verbesserten Altersteilzeit-Bedingungen kosten würden. „Ich sehe die Tarifvertragsparteien erst am Beginn äußerst schwieriger Verhandlungen”, erklärte der Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, Helmut Koch.

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