Warnstreik im Tagebau: Bergleute erhöhen Druck auf RWE

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Klare Ansage: Ohne eine Einigung bei der 6. Tarifrunde am heutigen Dienstag könnten schon im Februar auch im Tagebau Hambach alle Räder stillstehen. Foto: Abels

Niederzier. Die Zeichen beim Energieversorger RWE stehen auf Streik. Es wäre der erste in der mehr als 110-jährigen Geschichte des Konzerns. Vor der sechsten Tarifrunde am Dienstag in Dortmund legten am Montagmorgen auch am Tagebau Hambach mit Beginn der Frühschicht noch einmal rund 700 Mitarbeiter vorübergehend die Arbeit nieder.

Bei Temperaturen knapp über null Grad verliehen sie mit Transparenten, Fahnen und Trillerpfeifen bewaffnet, der Gewerkschaftsforderung von 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten noch einmal Nachdruck. Zum zweiten Mal binnen fünf Wochen standen Bagger und Absetzer still, konnte für einige Stunden keine Braunkohle mehr per Bahn zu den Kraftwerken geliefert werden.

Und die Gewerkschaftsvertreter, unter ihnen Elisabeth Dieckmann (Verdi), Manfred Maresch (IGBCE) und der DGB-Regionsvorsitzende Ralf Woelk, machten unter dem lautstarken Applaus der Kollegen deutlich, dass der nächste Streik keine Warnung mehr ist. Sollte der Arbeitgeber am Dienstag kein deutlich verbessertes Angebot vorlegen - bislang 2,4 Prozent -, sei Schluss mit lustig. „Dann wird der nächste Streik unbefristet sein”, rief Joachim Helten, Vorsitzender der IGBCE-Vertrauensleute im Tagebau Hambach, den Bergleuten zu.
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