Warnstreik: Auswirkung für NRW-Bahnverkehr unklar

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
bahnstreik1-132
Nächste Woche drohen wieder Bahnstreiks. Foto: Abels

Düsseldorf. Die Streikaktionen der Lokomotivführer könnten am kommenden Montag den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen treffen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte am Freitag in Düsseldorf, er rechne damit, dass die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) an diesem Sonntag Einzelheiten dazu bekanntgibt.

Dann werde sich die Bahn mit zusätzlichem Personal auf die Streiks einstellen.

Die Bahn empfahl Kunden, sich in der nächsten Woche über die Hotline 08000/996633 oder im Internet unter www.bahn.de/aktuell auf dem Laufenden zu halten. Ein GDL-Sprecher in Frankfurt wollte zunächst keine Aussagen über Ziele und Aktionen machen. Nicht einmal den Wochentag der ersten Aktionen wollte er nennen.

Die Gewerkschaft hatte nach den gescheiterten Tarifverhandlungen mit Deutscher Bahn und mehreren Privatbahnen für den Beginn der kommenden Woche Warnstreiks der Lokführer angekündigt. GDL-Chef Claus Weselsky hatte versprochen, die Reisenden rechtzeitig zu informieren.

Die GDL fordert einen einheitlichen Flächentarifvertrag für die bundesweit 26.000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr, unabhängig davon, für welches Unternehmen sie arbeiten. Dem bereits erreichten Branchentarifvertrag zwischen der Bahn, sechs großen Wettbewerbern und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie sich nicht anschließen.

Die Homepage wurde aktualisiert