Wanderung von Moresnet durch den Wald zum Dreiländerpunkt

Wanderung von Moresnet durch den Wald zum Dreiländerpunkt

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Von PETRA VANDERHEIDEN BERNDT Kondition und Konzentration: Die sind heute gefragt. Kondition, weil an einigen Stellen dieser Tour doch einige Höhenmeter zu überwinden sind. Konzentration, weil man hier und da etwas genauer hinschauen muss. Vom Ausgang

Kondition und Konzentration: Die sind heute gefragt. Kondition, weil an einigen Stellen dieser Tour doch einige Höhenmeter zu überwinden sind. Konzentration, weil man hier und da etwas genauer hinschauen muss. Einkehrmöglichkeiten gibt es am Dreiländerpunkt und auch in Moresnet, unmittelbar in der Nähe des Parkplatzes.

Vom Ausgangspunkt unserer Wanderung in Moresnet geht es über die Place Arnold Franck bis zu einem Verkehrsweg. Gegenüber folgen wir einem schmalen Fußweg (für Reiter verboten), der mit einer roten Raute markiert ist. Er verläuft an der Rückseite der Häuser, und später gesellt sich das Wanderzeichen gelbes Kreuz hinzu. Seitenwege werden nicht beachtet. Wir folgen dem breiten Waldweg bis zu einer Bank, wo mehrere Wege abzweigen.

Wir entscheiden uns für den unmarkierten schmalen Pfad geradeaus. Über eine Wiese wandern wir bis an die Bahngleise. Ein sehr schmaler Weg bringt uns dann die Böschung hinunter bis an die Gleise, die wir mit der gebotenen Vorsicht überqueren.

Anschließend folgen wir der Grenzroute 3, aber nur für 25 Meter, dann biegen wir links ab und folgen einem schmalen Pfad parallel zu den Bahngleisen. Er wird von einigen kleinen Fichten gesäumt. Es folgt ein Waldtümpel, über dessen Abfluss wir hinweg springen. An der Abzweigung wenig später halten wir uns bei einer dicken Fichte rechts und entfernen uns damit von den Bahngleisen.

Ein weiteres Rinnsaal wird übersprungen. Dann erreichen wir einen breiten Waldweg (Grenzroute 3). Wir folgen dem Weg gegenüber, der an einer hellblauen Bank vorbei aufwärts führt. Wer noch Kondition hat, kann sich an der Trimm-Dich-Gelegenheit austoben.

Aufgepasst! Am nächsten Querweg (kurz nach einer zweiten Trimm-Dich-Station) folgen wir dem schmalen, undeutlichen Pfad gegenüber weiter bergauf. Im Sommer wird deutlich, warum das Adlerfarn in unserer Gegend auch als Schmugglerfarn bezeichnet wird: In ihm konnten sich die Schmuggler gut vor den Zöllnern verstecken, nur die Nasen der Zollhunde konnten sie nicht täuschen.

Am vorerst höchsten Punkt entdecken wir den Neutral-Moresnet-Grenzstein 18. Hier gehen wir nach links abwärts und wieder aufwärts. Wir stoßen auf einen breiten Waldweg, wo auch eine Bank steht, und wandern geradeaus über den Querweg hinweg.

Der Weg wird immer steiler. Er führt am Waldrand entlang. Am höchsten Punkt bietet sich eine weitläufige Sicht über Belgien. Bei Erreichen des Neutral-Moresnet-Grenzsteines 21 bleiben wir geradeaus. Ein typischer Schmuggelweg schlängelt sich durch den Wald und entlang kleiner Tümpel. Eine wunderschöne Passage, die dann auf einem breiten Waldweg endet. Links stehen einige Holzwegweiser. Wir folgen ihnen nach rechts in Richtung Dreiländereck.

Nach einer kurzen Nadelwaldpassage gehen wir über eine Abzweigung geradeaus hinweg – in Richtung Aachen. Der Waldweg beschreibt eine Linkskurve. Nach etwa 300 Metern verlassen wir den Weg nach links und folgen einem schmaleren Pfad für etwa 150 Meter. Dann erreichen wir eine Kreuzung. Hier fällt der massive Baumstumpf einer 2010 gefällten Eiche ins Auge.

An dieser Kreuzung gehen wir geradeaus bis zur nächsten Kreuzung (mit Bank), über die wir ebenfalls hinwegwandern. Der von Feuersteinen belegte Weg führt geraume Zeit abwärts. An der Waldkreuzung mit rechts davon einer weitläufigen Lichtung, einem Drehkreuz und dem deutsch-belgischen Grenzstein Nr. 1026 wandern wir geradeaus.

Wir befinden uns auf dem Geusenweg. Ihm folgen wir geraume Zeit. Später passieren wir eine rot-weiße Schranke und können nach wenigen Metern nach links in einen Eisenbahntunnel schauen.

Der Wanderweg ist nun asphaltiert. Hinter dem Infoschild zum Geusenweg zweigt rechts die sogenannte Kaffeegasse ab. Das war das letzte Stück, das die Schmuggler auf ihrem Weg von Belgien nach Aachen zurücklegten. Wir gehen auf ein Haus mit gelben Fensterläden zu, das als „Türmchen Beek“ bezeichnet wird. Es gehörte zu den sieben Wachtürmen, von denen das Aachener Reich umgeben war.

Wir biegen links ab und wandern am Gelände des Naturschutzbundes (Nabu) vorbei weiter aufwärts bis zu einer Rechtskurve. Achtung: An dieser Stelle folgen wir nicht der Rechtskurve. Wir gehen geradeaus an dem Tor von Gut Fuchstal vorbei. Etwa 50 Meter weiter, unmittelbar hinter einem Baumstumpf, gehen wir rechts die Böschung hoch und folgen dem von Wanderern vorgegebenen Weg durch den Wald. Vorsicht: Der Weg durch den Wald kann wegen der feuchten Baumwurzeln glitschig sein. Zu unserer Linken liegt die sogenannte Gemmenicher Gracht, die schon zur Römerzeit bestand und von Gemmenich bis nach Aachen führte.

Wir erreichen einen breiten Waldweg (vor uns der Eingang zum Bikepark), biegen links ab und wandern bis zum belgischen Baudouinturm und damit bis zum Dreiländerpunkt.

An der Abzweigung beim Parkplatz neben dem Turm sehen wir eine Steinsäule, daneben ein Holzschild (Grenzsteine-Bornes-Neutral-Moresnet). Zwischen Steinsäule und Holzschild wandern wir hindurch und folgen dem Grenzrouten-2/3-Schild geraume Zeit. Immer wieder fallen Grenzsteine ins Auge.

An der nächsten Möglichkeit – nach einigen hundert Metern – biegen wir links ab und gehen durch ein Fichtenwäldchen bis zu einem Querweg. Wir halten uns nun rechts. In einer Kurve neben zwei Holzbänken fällt uns ein sonderbarer Stein ins Auge. Es handelt sich um einen Burgunderstein aus der österreichischen Herrschaftszeit. Es wurde mit Steinen die sogenannte Burgunderlinie gezogen, die den Gemeindewald gegen den Königlichen Wald abgrenzte.

Wir erreichen die schon bekannte Kreuzung mit der gefällten Eiche und biegen hinter dem Grenzroutenschild nach rechts ab. Am Querweg halten wir uns erneut rechts. Aufgepasst! Nach einiger Zeit beschreibt der Waldweg eine Rechtskurve (am Baum hängt das Wanderzeichen „rote Raute“). Hier verlassen wir den Waldweg. Wir gehen geradeaus in den Wald. Am Querweg mit dem Stein biegen wir links ab.

Wir wandern abwärts (an einem weiteren Stein vorbei) und treffen auf einen sehr alten und viel bewanderten Waldweg. Wir befinden uns auf dem Moresneter Pilgerweg, er ist Teil des Jakobsweges.

Wir gehen ebenfalls nach rechts in Richtung Moresnet und passieren damit das Gedenkkreuz für Therese Göttgens, die hier während einer Wallfahrt starb. Es folgt eine Gabelung mit einem roten Wegkreuz und zwei Pausenbänken. Über diese Kreuzung wandern wir hinweg. Geraume Zeit folgen wir dem Pilgerweg. Wir passieren dabei mehrere Pausenbänke. In der Ferne sehen wir eine Brücke, unter der wir dann hindurchwandern.

Ab der Brücke sind es noch 500 Meter, die wir durch ein Wohngebiet laufen – bis zu einer Abzweigung. Hier folgen wir rechts dem Fußweg in Richtung Regina Moresnet. Hinter der Mauer auf der rechten Seite liegt der Kreuzweg und dahinter der Parkplatz.

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