Lindlar - Von Lindlar nach Los Angeles: Kurse für Filmemacher

Von Lindlar nach Los Angeles: Kurse für Filmemacher

Von: Reinhard Kleber
Letzte Aktualisierung:
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Eröffnet in Kürze eine Dokumentarfilmschule: Der Regisseur und Produzent Werner Kubny. Foto: ddp

Lindlar. Wenn der Dokumentarfilmer Werner Kubny am Sonntag, 11. Januar, in Lindlar bei Köln das offizielle Eröffnungsfest seiner Dokumentarfilmschule feiert, kann er bereits eine erste Bilanz ziehen.

Denn die von ihm betriebene einzige deutsche Dokumentarfilmschule wurde vor knapp einem Jahr mit Hilfe der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gegründet und bietet seit April 2008 eine Staffel von Fortbildungsseminaren für Nachwuchskräfte von Film und Fernsehen an.

Erste Erfolge kann die Einrichtung auch schon vorzeigen. Der Kurzfilm „Mama L´Chaim”, den Elkan Spiller aus San Francisco entwickelt hat, gewann bei einem Videofestival in Los Angeles gerade den ersten Preis. Der Regisseur wurde mit seinem Film außerdem zur Berlinale eingeladen worden.

Auch der Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, Michael Schmid-Ospach, ist mit den ersten Ergebnissen zufrieden: „Die Proben, die wir bis jetzt gesehen haben, machen Lust auf mehr. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass man von den Teilnehmern der Dokumentarfilmschule noch hören wird, und das nicht nur in NRW.”

Das Weiterbildungsangebot richtet sich in erster Linie an Filmemacher und Quereinsteiger, die schon erste kleine Beiträge erstellt haben und nun vor der ersten größeren Produktion stehen. Neben der Vermittlung von Basiswissen und Kenntnissen zur Filmsprache steht die Weiterentwicklung der mitgebrachten Projekte im Mittelpunkt.

Als Dozent bringt Kubny professionelle Erfahrung ein: Seit 1978 hat er als Regisseur, Autor und Produzent über 60 dokumentarische Arbeiten für Kino und Fernsehen erstellt.

Doch was ist das Besondere seiner Schule? Schließlich unterhalten Filmhochschulen wie Berlin oder Ludwigsburg schon lange eigene Dokumentarfilmabteilungen, Seminare und Workshops werden von den verschiedensten Einrichtungen angeboten. „Der große Unterschied liegt in der persönlichen Betreuung der Filmemacher und ihrer Projekte”, sagt Kubny. Die Kurse umfassten maximal zehn oder zwölf Teilnehmer.

Kubny ist sich sicher, dass er auch mit den persönlichen Probleme junger Filmemacher umgehen kann. Viele seien verunsichert, wenn sie einer Redaktion ein Filmthema vorschlügen. „Die tappen oft völlig im Dunklen”, sagt der Dozent.

In Lindlar würden die Jungfilmer „ermutigt, ihre eigene Handschrift zu entwickeln und zugleich für TV-Formate zu arbeiten.” Ziel des Basiskurses sei „eine professionelle Projektskizze, die der Autor jeder deutschen Senderredaktion vorlegen kann.”

Die Kosten für die Seminare liegen je nach Dauer zwischen 300 und 1250 Euro.
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