Von Handy-App überführt: Unehrlichen Finder erwischt

Von: red/pol
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Der Besitzer des Smartphones hatte es beim Aussteigen aus einem ICE liegenlassen. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa
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Das von der Polizei sichergestellte Smartphone des Aacheners. Foto: Bundespolizei Aachen

Aachen/Dortmund. Auf einen unehrlichen Finder kommt jetzt juristischer Ärger zu: Der Mann hatte das teure Smartphone eines Aacheners im Zug gefunden und eingesteckt. Doch er hatte seine Rechnung ohne die auf dem Gerät installierte Software gemacht - die war nämlich ebenfalls smart.

Ein 29-jähriger Aachener hatte das hochwertige Gerät am 5. Dezember beim Verlassen eines ICE im Duisburger Hauptbahnhof vergessen. Sofort hatte er sein Smartphone von einem Münztelefon aus angerufen und die Person am anderen Ende gebeten, das Gerät an einen Bahnmitarbeiter zu übergeben. Dieser Bitte kam der Finder jedoch nicht nach - er behielt das Edel-Smartphone einfach.

Doch der Aachener hatte eine entsprechende Überwachungs-App installiert. Sie gab ihm erstmals am 12. Dezember den Hinweis, dass sich das Gerät in Dortmund eingeloggt hatte. Zudem fotografierte die Software den neuen Benutzer und übermittelte das Bild an den wahren Eigentümer.

Auf Grund dieser Daten beantragte die zuständige Dortmunder Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht. Beamte der Bundespolizei konnten das Gerät schließlich in einer Dortmunder Wohnung sicherstellen. Gegen den Mieter, einem 41-jährigen Dortmunder, läuft nun ein Strafverfahren wegen Unterschlagung. 

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