Vier Millionen Besucher zu Rheinkirmes erwartet

Von: dpa
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Kirmes am Rhein in Düsseldorf
Einlass-Schleusen, Fluchttreppen, Lautsprecheranlagen: Wenn im Juli rund vier Millionen Menschen auf die 110. Düsseldorfer Rheinkirmes strömen, schauen die Behörden mit Argusaugen auf das Spektakel. Als drittgrößtes Volksfest Deutschlands steht die wenige Kilometer von Duisburg entfernte Kirmes in diesem Jahr unter besonderer Beobachtung. Im Jahr Eins nach der Loveparade-Katastrophe müssen die Veranstalter in Sachen Sicherheit gewaltig aufrüsten, ergab eine dpa-Umfrage bei mehreren Großveranstaltern. Geschätzte Mehrkosten allein in Düsseldorf: 150.000 Euro. Foto: dpa

Düsseldorf. Ungeachtet strengerer Sicherheitsauflagen werden zur Düsseldorfer Rheinkirmes im Juli wieder um die vier Millionen Besucher erwartet.

Als Konsequenz aus der Katastrophe bei der Duisburger Loveparade im vergangenen Jahr werden nun zusätzlich 50 Sicherheitsleute aufgeboten. Außerdem sollen ein weiterer Rettungsweg, breitere Notausgänge und eine Notbeleuchtung für den Fall eines Stromausfalls für mehr Sicherheit sorgen. Das berichteten die St. Sebastianus-Schützen als Veranstalter der „größten Kirmes am Rhein” am Donnerstag in Düsseldorf.

Für die 110. Ausgabe haben die Schützen eigens eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Dadurch solle der Verein aus der Haftung für die Millionenveranstaltung kommen, sagte Schützenchef Lothar Inden. Der Jahrmarkt gehört zu den bundesweit größten Volksfesten und hat in etwa so viele Gäste wie die Cranger Kirmes in Herne.

Zwei der beliebtesten Bierzelt-Betreiber hatten wegen der strengeren Auflagen die Konsequenzen gezogen: Die Hausbrauereien werden mit ihren publikumsstarken Zelten diesmal fehlen, andere Betreiber haben von proppenvoller Tanzfläche auf Bestuhlung umgestellt.

Das Volksfest auf den Rheinwiesen wird dieses Jahr um einen auf zehn Tage verlängert. Start ist am 15. Juli, Ende am 24. Juli. 320 Schausteller kommen in die Landeshauptstadt, fünf Brauereien schlagen ihre Zelte auf, Busse und Bahnen fahren in Sonderschichten.

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