Viele Einsprüche gegen geplantes niederländisches Atomkraftwerk

Von: epd
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Bonn. Gegen das geplante niederländische Atomkraftwerk Borssele 2 haben zahlreiche deutsche Umweltinitiativen Einspruch beim zuständigen Umweltministerium in Den Haag erhoben.

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens habe der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) 1013 Sammeleinsprüche, überwiegend von Initiativen und Privatleuten aus NRW, eingereicht, teilte der BBU am Freitag in Bonn mit.

Weitere Einsprüche stammten aus dem Raum Aachen und seien von der AKW-NEE-Gruppe Aachen und der Kampagne „Kein neues AKW in Borssele” gesammelt worden.

Weitere 200 Einsprüche stammen den Angaben nach von der Greenpeace-Gruppe Düsseldorf. Auch die Stadt Gronau habe als Kommune Einspruch gegen die niederländischen Pläne erhoben, hieß es. Gronau liegt an der niederländischen Grenze und ist Standort der Urananreicherungsanlage in Deutschland.

„Borssele ist nur rund 250 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt und liegt westlich von Nordrhein-Westfalen”, mahnte BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. Ein Störfall könne auch im Bundesgebiet zu einer massiven Katastrophe führen. Zudem gebe es auch in den Niederlanden kein Endlager für Atommüll. Möglicherweise werde darauf spekuliert, den niederländischen Atommüll irgendwann in Deutschland einzulagern.

Nach Angaben des BBU gab es in den Niederlanden zwei kommerzielle Atomkraftwerke, eines davon wurde endgültig stillgelegt. Derzeit sei noch das AKW Borssele in Betrieb. Am Standort Borssele wolle das niederländische Energieunternehmen Delta ein zweites Atomkraftwerk errichten, hieß es.
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