Viel Grund zu feiern bei „Time 2 Talk”

Von: Holger Richter
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Die Moederatoren Bernd Büttgens (links) und Achim Kaiser (rechts) freuten sich mit den Alemannen Lukasz Szukala, Jürgen Seeberger, Daniel Brinkmann, Jochen Seitz und Andreas Bornemann (von links) bei der vorletzten Saisonausgabe der Alemannia-Gesprächsrunde „Time 2 Talk” immer noch über den 4:1-Auswärtssieg des Aachener Fußball-Zweitligisten in Mainz vom vergangenen Sonntag. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Viel zu feiern gab´s Donnerstagabend bei der vorletzten Ausgabe der Alemannia-Gesprächsrunde „Time 2 Talk” in der laufenden Saison: Mit Jochen Seitz, Lukasz Szukala und Daniel Brinkmann feierten gleich drei Spieler ihre Premiere bei der „Nachrichten”-Runde im gut besuchten Saalbau Kappertz in Aachen.

Moderator Achim Kaiser feierte seine Vaterschaft, zu der Moderatorenkollege Bernd Büttgens stellvertretend für die vielen Alemannia-Fans im Saal gratulierte. Eine nachträgliche Gratulation konnte auch Trainer Jürgen Seeberger einheimsen, da er Mittwoch seinen 44. Geburtstag feierte. Und schließlich feierten alle gemeinsam immer noch den 4:1-Auswärtserfolg beim FSV Mainz vom vergangenen Sonntag.

Den Sieg erlebte Jochen Seitz von der Aachener Ersatzbank aus. Eine Grippe hatte den Winterneuzugang aus Hoffenheim zwei Wochen zuvor aus der Mannschaft geworfen. „Gegen Mainz ging es mir dann schon wieder so viel besser, dass ich zumindest auf der Bank saß”, erzählte der 32-Jährige. Dort ist ihm natürlich nicht der Galaauftritt seines Mannschaftskameraden Daniel Brinkmann entgangen, der die Alemannia mit zwei Toren auf die Siegerstraße schoss - und das ausgerechnet auf Seitz´ Stammposition im rechten Mittelfeld. Doch das habe ihm nichts ausgemacht:

„Ich bin in erster Linie Mannschaftsspieler, und natürlich habe ich mich für Daniel gefreut. Gerade weil er im Spiel zuvor nicht so doll von den eigenen Fans verabschiedet worden war”, erinnerte Seitz an die Auswechslung Brinkmanns beim 1:3 gegen St. Pauli. „Außerdem bin ich ja inzwischen in einem Alter, in dem man gönnen kann.”

Brinkmann selbst hatte die Pfiffe beim St. Pauli-Spiel gar nicht persönlich genommen. „In der Situation hätte wohl jeder Spieler Pfiffe abbekommen. Und in dem Fall hat´s halt mich erwischt”, sagte der 23-Jährige, „man muss dann eine positive Reaktion zeigen.” Und die ist ihm mit seinen Toren in Mainz wahrlich gelungen.

Bei „Time 2 Talk” tauchte Brinkmann natürlich mit seiner neuen Kurzhaarfrisur auf. Die sei eher aus Langeweile entstanden. „Im Trainingslager war ich mit Jerome Polenz auf einem Zimmer, und in der freien Zeit redet man da schon mal viel Blödsinn”, erzählte Brinkmann, der seine blonden Haare bis dahin lang trug. „Und da kam mir die Idee, wir schneiden uns die Haare ab.” Als symbolischen Neuanfang habe er das damals zwar nicht verstanden, „aber man kann das im Nachhinein sicher so sehen, weil ich bis zum Jahreswechsel nur wenig gespielt hatte”.

Häufiger gespielt - zumindest bis zum siebten Spieltag - hat hingegen Lukasz Szukala. Dann kassierte der 24-jährige Innenverteidiger zwei Platzverweise. „Das war eine blöde Situation für mich”, erinnerte sich der Deutsch-Pole, „weil es die ersten Platzverweise meiner Karriere waren.” Und dann auch noch zwei hintereinander. „Ich hatte gerade meine Gelb-Rot-Sperre abgesessen und bekam im nächsten Spiel direkt wieder die Rote Karte.” Anschließend sei es schwer gewesen, wieder zurück in die Startelf zu kommen. Aber er wolle im Training alles geben, um den Trainer davon zu überzeugen, „dass ich doch spielen sollte”.

Der Angesprochene zeigte sich gemeinsam mit Sportdirektor Andreas Bornemann jedenfalls davon überzeugt, dass das umworbene Talent Lewis Holtby mindestens noch eine Saison in Aachen spielen sollte. „Ich habe ihm den Rat gegeben, bleib bei uns”, sagte Jürgen Seeberger, „dann kannst Du Dich bei einer 95-prozentigen Einsatzwahrscheinlichkeit weiterentwickeln.” Bei einem Erstligaklub würde er vielleicht nicht ganz so häufig spielen und eventuell in seiner Entwicklung stagnieren, befürchtete der Trainer.

Und Bornemann ergänzte: „Wir haben ihm und seinem Berater in vielen, vielen Gesprächen mitgeteilt, dass wir der richtige Verein für ihn in seiner Situation wären”, so der Sportdirektor über den 18-Jährigen, der noch bis 2010 am Tivoli unter Vertrag steht. „Wir haben ihm alle Gründe mitgeteilt, die für die Alemannia sprechen, jetzt liegt es an ihm, ob er sich für eine vorzeitige Vertragsverlängerung entscheidet.”
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