Verurteilung von Pfarrer K. rechtens

Von: kna
Letzte Aktualisierung:
Pfarrer K.
Das Gericht hat die Revision von Pfarrer K. zurückgewiesen.

Aachen/Karlsruhe. Die Verurteilung des früheren Pfarrers Georg K. wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Jungen zu sechs Jahren Haft ist rechtskräftig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) wies die Revision gegen ein Urteil des Landgerichts Krefeld als unbegründet zurück. Die Nachprüfung dieses Urteils habe keine durchgreifenden Rechtsfehler ergeben, wie der BGH am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. K. trägt alle Kosten des Revisionsverfahrens.

Mit Abschluss des Strafprozesses ist nun die Voraussetzung für ein kirchenrechtliches Verfahren gegeben, wie ein Sprecher des Bistums Aachen erklärte. Wie lange die Glaubenskongregation für ein solches Verfahren benötige, bei dem es um die Entfernung Ks. aus dem Klerikerstand geht, sei allerdings völlig offen.

Das Landgericht hatte im Februar geurteilt, K. habe sich junge Menschen „aus eigensüchtigen Motiven“ als sexuelle Partner he-ranziehen wollen und die Folgen für sie völlig ausgeblendet. Die Verurteilung erfolgte wegen 25 Missbrauchstaten, darunter vier schwere. Der Fall hatte bundesweite Aufmerksamkeit erregt. Dem aus dem Bistum Aachen stammenden Priester wurden Fälle aus den Jahren 2001 bis 2007 gegen damals 11- bis 15-jährige Brüder zur Last gelegt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte K. im Jahr 2010 Selbstanzeige gestellt und die Taten pauschal eingeräumt. Darauf wurde er vom Bistum Aachen suspendiert.

Ein 2010 begonnenes Verfahren wegen ähnlicher Vorwürfe in Südafrika, wo er ab 2007 Auslandsseelsorger war, wurde 2014 eingestellt. (3 StR 291/15)

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