Köln - Versicherung muss ausgefallene Heino-Tournee nicht bezahlen

Versicherung muss ausgefallene Heino-Tournee nicht bezahlen

Von: ddp-nrw
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Heino
Archivbild: Das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschied in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss, dass Heino und die Firma Kult Musik GmbH von der Gothaer Versicherung definitiv keine 3,5 Millionen Euro aus einer Tournee-Ausfallversicherung erhalten. Foto: dpa

Köln. Der Volksmusik-Star Heino und sein Tourveranstalter bleiben auf den Kosten in Millionenhöhe für eine ausgefallene Tournee sitzen. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln entschied in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss, dass Heino und die Firma Kult Musik GmbH von der Gothaer Versicherung definitiv keine 3,5 Millionen Euro aus einer Tournee-Ausfallversicherung erhalten.

Heino habe bei Vertragsabschluss falsche und unvollständige Angaben zu seiner Gesundheit gemacht, hieß es zur Begründung. Das Gericht bestätigte damit das Urteil des Landgerichts Köln vom 30. November vergangenen Jahres. Ein weiteres Rechtsmittel gegen diesen Beschluss gibt es nicht.

Hintergrund ist, dass Heino seine für 2007 geplante Tournee kurzfristig unter anderem wegen eines Ohrgeräuschs (Tinnitus) absagen und sich in stationäre Behandlung begeben musste. Für diesen Fall hatte die Kult Musik GmbH als Veranstalter eine Tournee-Ausfallversicherung bei der Gothaer Versicherung abgeschlossen. Allerdings verweigerte die Versicherung die Zahlung, weil Heino bei Vertragsabschluss falsche und unvollständige Angaben gemacht haben soll. Insbesondere habe er in der im Juli 2007 abgegebenen Gesundheitserklärung Tinnitus als Vorerkrankung sowie die Einnahme eines bestimmten Medikaments nicht angegeben.

Das OLG unterstützte nun mit seinem Beschluss die Position der Versicherung. Der Konzertveranstalter als Versicherungsnehmer müsse sich diese Angaben wie eigene zurechnen lassen.

Heino hatte behauptet, dass die Beschwerden, die zur Absage der Tournee führten, erst zwei Monate nach Abschluss der Versicherung erstmals aufgetreten seien. Diese Darstellung hatte die Kammer des Landgerichts nach der Beweisaufnahme für widerlegt gehalten. (Az.: 9 U 2/10 - Beschluss des OLG Köln vom 1. Juni)
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