Vermisster Aachener nach zehn Monaten tot aufgefunden

Von: Stephan Mohne und Udo Kals
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Staatsanwaltschaft und Polizei bitten um Mithilfe bei dem Bemühen, die Umstände des Todes von Michael Hubert Bonnie aufzuklären.

Aachen. Ein grauenhafter Fund hat den Angehörigen nun auch die letzte Hoffnung genommen, dass sie Michael Hubert Bonnie noch einmal lebend wiedersehen würden. Beim Säubern eines Bachlaufes im Aachener Itertal hat ein Landwirt am Montag skelettierte Überreste des Mannes gefunden, der seit dem 3. März 2012 wie vom Erdboden verschluckt war.

Dies hat laut Aachener Staatsanwaltschaft die zwischenzeitlich erfolgten Untersuchungen der Kölner Rechtsmedizin ergeben.

Dennoch stellen sich weiterhin Fragen. „Die Ermittlungen zur Todesursache und zum Grund seines Verschwindens dauern an“, sagt Staatsanwalt Peter Jansen: „Bisher ist insbesondere nicht geklärt, wann und wie der Leichnam an den Fundort gelangte.“

Rückblick. Es ist Samstag, der 3. März, früher Morgen, gegen 4 Uhr. Etwa zu dieser Zeit kehrt der Michael Hubert Bonnie nach Hause nahe der belgischen Grenze im Aachener Ortsteil Sief zurück. Zuvor, so hatte die Polizei im Frühjahr 2012 recherchiert, war er bei einem Freund, mit dem er den Abend verbracht hatte – doch seit seiner Rückkehr blieb der damals 42-Jährige verschwunden.

Der Freund selbst stellt nach Informationen unserer Zeitung wenig später fest, dass Bonnie seine Hausschlüssel vergessen hat und fährt ihm hinterher. Den Wagen des Vermissten findet er vor dessen Haustür – das Autofenster steht offen. Der Freund klingelt noch, doch niemand öffnet. Am Morgen sind es Angehörige, die den offenstehenden Wagen ebenfalls vor dem Elternhaus von Bonnie, einem Bauernhof, finden. Von dem Mann ist selbst weit und breit nichts zu sehen. Der Autoschlüssel steckt sogar. Es folgt eine groß angelegte Suchaktion – alles ohne Ergebnis. Erst jetzt wurde die Leiche gefunden, zehn Monate nach dem Verschwinden.

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