Verletzter Asylbewerber: Täter leidet an Psychose

Von: jpm
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Bierflasche Symbolbild: Tobias Kleinschmidt/dpa
Ein Asylbewerber ist in einem Bus, der zwischen Übach und Boscheln unterwegs war, mit einer Flasche attackiert und verletzt worden. Symbolbild: Tobias Kleinschmidt/dpa

Übach-Palenberg. Bei dem Angriff auf einen Asylbewerber in Übach-Palenberg hat es sich offenbar nicht um eine politisch motivierte Straftat gehandelt. Hiervon geht die Staatsanwaltschaft aus. Der Täter leidet demnach unter einer Psychose und war zum Tatzeitpunkt überdies betrunken.

Das hat Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg am Montag auf Anfrage mitgeteilt.

Der Vorfall hatte sich am frühen Freitagnachmittag in einem Linienbus abgespielt, der zwischen den Ortsteilen Übach und Boscheln unterwegs war. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft bewarf der Täter, ein 45-jähriger Aachener, mehrere farbige Fahrgäste mit Bierflaschen.

Einer dieser Fahrgäste, ein junger Erwachsener aus Afrika, wurde dabei verletzt und musste mit Schnittverletzungen und einer Sehnendurchtrennung an der Hand ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der 45-Jährige wurde unmittelbar nach dem Vorfall festgenommen und am Samstag von einer Gutachterin vorläufig als schuldunfähig eingestuft. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin die Unterbringung in der Psychiatrie, die ein Richter dann auch anordnete.

Wie Staatsanwalt Schützeberg weiter erklärte, ist der Mann in der Vergangenheit bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten, jedoch nicht wegen fremdenfeindlich motivierter Delikte. Vor seiner Festnahme habe der offenbar völlig verwirrte Mann noch versucht, den Linienbus anzuzünden – mit Wasser als Brandbeschleuniger.

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