Aachen/Lingen - Verhafteter Aachener Krankenpfleger gestorben

Verhafteter Aachener Krankenpfleger gestorben

Von: gego/red
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Der 27-jährige Pfleger war zuletzt nicht mehr am Klinikum beschäftigt. Foto: Harald Krömer

Aachen/Lingen. Die mutmaßlichen Vergewaltigungen im Aachener Uniklinikum werden voraussichtlich nie völlig aufgeklärt werden. Der verdächtigte Krankenpfleger aus Aachen ist nach einem Selbstmordversuch in seiner Gefängniszelle vergangene Woche am Dienstag für tot erklärt worden.

Das teilte die Aachener Staatsanwaltschaft mit. Anfang vergangener Woche habe der 27-Jährige versucht, sich zu erhängen. Er sei mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, denen er am Dienstag erlag, sagte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts.

Der Pfleger soll einen 28 Jahre alten Patienten in der Notaufnahme des Aachener Klinikums mit einem Anästhetikum betäubt und anschließend vergewaltigt haben. Der Vorfall hatte sich am 14. Oktober ereignet. Ein rechtsmedizinisches Gutachten stützte die Aussagen des Patienten, wie die Staatsanwaltschaft erklärte. Der Pfleger war am 22. Februar in Niedersachsen verhaftet worden, seitdem saß er in der Justizvollzugsanstalt Lingen in Untersuchungshaft.

Mit dem Tode eines Verdächtigen stellt die Justiz grundsätzlich die Ermittlungen ein. Die Staatsanwaltschaft prüft daher nun auch nicht weiter, ob der Pfleger auch für einen ähnlichen Missbrauchsfall verantwortlich ist, den ein 22 Jahre alter Patient des Klinikums nach Bekanntwerden des Vorfalls vom Oktober geschildert hatte. Der 27-jährige Pfleger war zuletzt nicht mehr am Klinikum beschäftigt.

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