Ursachenforschung für Einsturz des Stadtarchivs verzögert sich
Das Historische Archiv war am 3. März 2009 eingestürzt. Zwei Menschen kamen dabei um. Die genaue Ursache steht noch nicht fest, aber ein Zusammenhang mit Bauarbeiten für eine U-Bahn-Haltestelle gilt als wahrscheinlich. Foto: dpa
Die Vorbereitungen für den Bau einer Grube, aus der Beweise zur Klärung des Unglücks gesichert werden sollen, seien wegen Bedenken eines Prüfstatikers vorerst eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Kölner Stadtverwaltung der „Kölnischen Rundschau” (Mittwochausgabe). Am 3. März 2009 war das Archiv zusammengestürzt und hatte zwei Menschen in den Tod gerissen.
Der Zeitung zufolge fordert ein von den Kölner Verkehrsbetrieben beauftragter Gutachter neue Berechnungen zu der Frage, welchen Einfluss die Arbeiten auf die Sicherheit des vor dem eingestürzten Stadtarchiv errichteten U-Bahn-Tunnels haben könnten. Es wird angenommen, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen dem Unglück und dem Bau der neuen Bahnstrecke besteht.
Bei dem Unglück wurden kostbare Dokumente, Akten, Handschriften und Testamente auf einer Länge von 30 Regalkilometern verschüttet, darunter auch der Nachlass von Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll (1917 bis 1985).
95 Prozent wurden geborgen und werden nun restauriert. Die Schadenssumme liegt bei einer Milliarde Euro. Ursache und Schuldfrage sind nach wie vor ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung gegen unbekannt.
Die Kosten allein für die Restaurierung werden auf 400 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben des Archivs wurden 35 Prozent des wertvollen Bestandes schwerst beschädigt, die Hälfte weist schwere und mittlere Schäden auf. Allein 15 Prozent sind mit leichten Macken davongekommen.
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Der Zeitung zufolge fordert ein von den Kölner Verkehrsbetrieben beauftragter Gutachter neue Berechnungen zu der Frage, welchen Einfluss die Arbeiten auf die Sicherheit des vor dem eingestürzten Stadtarchiv errichteten U-Bahn-Tunnels haben könnten. Es wird angenommen, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen dem Unglück und dem Bau der neuen Bahnstrecke besteht.
Bei dem Unglück wurden kostbare Dokumente, Akten, Handschriften und Testamente auf einer Länge von 30 Regalkilometern verschüttet, darunter auch der Nachlass von Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll (1917 bis 1985).
95 Prozent wurden geborgen und werden nun restauriert. Die Schadenssumme liegt bei einer Milliarde Euro. Ursache und Schuldfrage sind nach wie vor ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung und Baugefährdung gegen unbekannt.
Die Kosten allein für die Restaurierung werden auf 400 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben des Archivs wurden 35 Prozent des wertvollen Bestandes schwerst beschädigt, die Hälfte weist schwere und mittlere Schäden auf. Allein 15 Prozent sind mit leichten Macken davongekommen.






