Urmenschen-Funde werden neu untersucht

Von: ddp
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Bonn. Die 1914 in Bonn gefundenen Skelette von zwei Urmenschen sollen neu untersucht werden. An dem Projekt sind 30 Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen beteiligt, wie eine Sprecherin der Landschaftsverbands Rheinland in Bonn mitteilt.

Steinbrucharbeiter hatten 1914 in Bonn-Oberkassel zwei menschliche Skelette, Knochen eines Hundes und zwei Kunstwerke aus Knochen und Geweih entdeckt.

Die für die Zeit vor rund 14.000 Jahren in Mitteleuropa einzigartige Verbindung einer menschlichen Doppelbestattung mit Kunst und einem der ältesten Haushunde der Welt machten diese Fundstelle zu einer der wichtigsten Quellen des späten Eiszeitalters, hieß es weiter. Bei einer Nachgrabung im Jahr 1994 konnte die Fundstelle genauer lokalisiert werden.

Ziele der neuen Untersuchung sind unter anderem eine genauere Alterseinstufung der Funde, die Untersuchung der menschlichen Skelette auf Verletzungen, Krankheiten und Mangelerscheinungen.

Mit Hilfe von Isotopenanalysen wollen die Forscher herausfinden, in welcher Region der Mann und die Frau aufwuchsen und wie sie sich ernährten. Bei einer Isotopenanalyse wird die Zusammensetzung der Atomsorten bestimmt, aus denen ein Material besteht.

Da diese Zusammensetzung für jede Region der Erde wie ein Fingerabdruck ist, können Forscher aus der Untersuchung beispielsweise eines menschlichen Knochens auf die Herkunft eines Menschen schließen. Außerdem könnten genetische Untersuchungen Aufschluss über den Verwandtschaftsgrad der beiden Urmenschen geben. Die Forschungsergebnisse sollen später in eine Sonderausstellung münden.

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