Unwetterfront zieht durch: CHIO zeitweise unterbrochen

Von: dpa/red
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Der Preis von Europa wurde wetterbedingt zeitweise unterbrochen. Foto: Michael Jaspers

Aachen/Düren/Heinsberg. Heftige Gewitter mit starkem Regen haben im Rheinland zu überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern geführt. Die Front kam aus Belgien, so dass es zunächst im Raum Aachen blitzte und regnete, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes sagte. In Köln liefen Hunderte Keller und eine U-Bahn-Station voll, der Bahnverkehr wurde an etlichen Stellen in NRW gestört.

Auch Teilnehmer und Besucher des CHIO in Aachen bekamen das Unwetter zu spüren. Der Preis von Europa wurde in der Soers wetterbedingt zeitweise unterbrochen.

Auch in Köln wurde die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen gerufen. Viele Unterführungen und ganze Straßenzüge stünden unter Wasser, sagte ein Sprecher. Zahlreiche Autos blieben liegen und mussten ins Trockene geschoben werden. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz. Vereinzelt fielen Ampeln aus, weil die Stromzufuhr unterbrochen war, berichtete die Polizei.

Die U-Bahn-Station Geldernstr./Parkgürtel lief voll Wasser. Busse und Bahnen in Köln hatten nach Angaben eines Sprechers der Verkehrsbetriebe Verspätungen von bis zu 40 Minuten. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Ursache war nach Angaben einer Bahnsprecherin ein verstopfter Abfluss.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen. Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen. Störungen gab es demnach vor allem „im Rheinland und Richtung Ruhrgebiet”, wie ein Sprecher sagte. Es gebe Weichenstörungen und Signalstörungen unterschiedlichen Ausmaßes.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet. Insgesamt kam die Landeshauptstadt nach Angaben eines Feuerwehrsprechers glimpflich davon. Bis zum frühen Abend habe es nur fünf wetterbedingte Einsätze gegeben.

In Dortmund musste die Feuerwehr zwei Dutzend Mal zu vollgelaufenen Kellern und umstürzten Bäumen ausrücken. Eine 51 Jahre alte Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, weil ein Baum auf sie gestürzt war. Auch in Ostwestfalen fiel das Gewitter nicht ganz so heftig aus wie im Raum Köln. Die Bielefelder Feuerwehr meldete bis zum Abend 35 wetterbedingte Einsätze.

In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer durch einen abbrechenden Baum schwer verletzt. Der 47-Jährige fuhr nach Angaben der Polizei bei Starkregen und heftigen Windböen auf einem Radweg am Fluss Niers. Der offenbar verfaulte Baum sei in etwa drei Metern Höhe durchgebrochen und der obere Teil auf den Radfahrer gefallen. Der Mann kam ins Krankenhaus.

Die Gewitterfront ziehe in nordöstlicher Richtung über Nordrhein-Westfalen. Die ganze Nacht hindurch müsse mit schweren Sturmböen und Starkregen von 40 Litern pro Quadratmeter in ganz Nordrhein-Westfalen gerechnet werden. Erst am Donnerstagnachmittag sei wieder mit einer Beruhigung zu rechnen.

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