Unwetter tobt über der Region: Rund 30 Einsätze in Düren

Von: bj/dapd
Letzte Aktualisierung:
blitz gewitter region
Ein starkes Unwetter hat am Freitagabend über der Region gewütet und Polizei sowie Feuerwehr in Alarm versetzt. Die Dürener Feuerwehr verzeichnete die meisten Einsätze: Rund 30 Mal mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Foto: Ralf Roeger

Aachen/Düren/Düsseldorf. Ein starkes Unwetter hat am Freitagabend über Nordrhein-Westfalen gewütet und Polizei sowie Feuerwehr in Alarm versetzt. Die Dürener Feuerwehr verzeichnete in der Region die meisten Einsätze: Rund 30 Mal mussten die Einsatzkräfte dort ausrücken.

In Hürtgenwald und Nideggen waren mehrere Bäume auf Grund der starken Regenfälle und Gewitter umgestürzt. Deshalb mussten einige Straßen kurzzeitig gesperrt werden. Ein Baum kippte nach Angaben der Feuerwehr auf ein parkendes Auto. Verletzt wurde niemand.

Gravierende Folgen hatte dagegen ein witterungsbedingter Unfall in Jülich: Dort war ein Autofahrer auf regennasser Fahrbahn aus der Spur geraten und mit einem Motorradfahrer kollidiert. Der 48-jährige Motorradfahrer wurde lebensgefährlich verletzt und starb wenig später im Krankenhaus. Der Autofahrer hatte in einer leichten Kurve die Kontrolle verloren, war ins Schleudern geraten und dann in den Gegenverkehr gefahren.

Nur zu einem Einsatz musste die Aachener Feuerwehr ausrücken, da ein Keller in der Innenstadt vollgelaufen war. Nicht ganz so glimpflich lief es bei Unna ab: Dort wurde ein Motorradfahrer bei voller Fahrt auf der Autobahn 1 von einem Blitz getroffen und schwer verletzt. Der 29-Jährige zog sich am Freitag schwere Verbrennungen zu und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Nach dem Blitzeinschlag krachte der Mann gegen einen Wagen und stürzte. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in eine Klinik geflogen. Ob er noch in Lebensgefahr schwebe, sei unklar.

In Leverkusen suchte eine Familie beim Gewitter Schutz unter einem Baum. Dort schlug ein Blitz ein und verletzte den 39-jährigen Mann. Das sechs Jahre alte Kind und die Frau blieben unverletzt. Der Vater wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Im sauerländischen Olsberg schlug ein Blitz in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses ein und setzte diesen in Brand. Der Hauseigentümer erlitt bei seinem Löschversuch einen Stromschlag, sein Bruder zog sich eine Rauchgasvergiftung zu. Beide mussten schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. In Schmallenberg (ebenfalls Sauerland) rückte die Feuerwehr zweimal aus, um umgeknickte Bäume von den Wegen zu räumen.

Bei Solingen krachte am Freitagabend ein Blitz in ein Stellwerk und sorgte für Probleme auf der Bahnstrecke zwischen Dortmund und Köln. Acht Züge steckten zeitweise fest, wie ein Bahnsprecher sagte. Weitere Züge mussten umgeleitet werden, bis der Schaden behoben war. In Ennepetal schlug ein Blitz in einen Wald ein. Mit rund 3.000 Litern Wasser wurde das verursachte Feuer gelöscht.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:

Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.