Unicef verleiht Skulpturen aus Sammlung Rau

Von: ddp
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<b>Köln. </B>Das Kinderhilfswerk Unicef will dem Kölner Museum Schnütgen 77 Skulpturen aus der Sammlung des Philanthropen und Kunstsammlers Gustav Rau als Leihgabe zur Verfügung stellen.

Das Konvolut umfasse bedeutende spätgotische und barocke europäische Plastiken, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Montag mit. Nach Angaben des Sprechers beschließt der Kulturausschuss der Stadt Köln am 25. August über die Annahme der Leihgabe.

Das Gremium solle die Verwaltung beauftragen, einen Leihvertrag mit Unicef zu schließen, der die Skulpturen aus dem Kern der Sammlung Rau bis 2026 dem Museum Schnütgen überlässt. Die Unterzeichnung des Vertrags ist für den 15. September vorgesehen.

Rau hatte Unicef als Erbe seiner gesamten Kollektion eingesetzt, um seine humanitären Ziele zu verwirklichen. Zugleich verfügte er, dass eine Kernsammlung mit insgesamt 153 Gemälden und Skulpturen bis 2026 erhalten bleiben und öffentlich gezeigt werden solle. Die Gemälde sind seit Mai 2009 im Arp Museum Rolandseck ausgestellt.

Gustav Rau, der am 3. Januar 2002 fast 80-jährig starb, hatte sich mit 40 Jahren entschlossen, seine unternehmerische Tätigkeit zugunsten eines Medizinstudiums aufzugeben. Er arbeitete viele Jahre als Kinderarzt in der heutigen Demokratischen Republik Kongo, wo er auch ein Krankenhaus gründete.

Rau baute eine bedeutende private Kunstsammlung auf, die Werke der Malerei und der Skulptur vom 15. bis zum 19. Jahrhundert umfasst. Schon früh entschied er, dass seine Sammlung nach seinem Tod Kindern in Not helfen soll und übergab noch zu Lebzeiten den größten Teil als Schenkung an Unicef.
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