Unfallserie auf der A4: Stauvorwarnung wird aufgestellt

Von: Udo Kals
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Bei diesem Unfall auf der A4 wurden zwei Lastwagenfahrer schwer verletzt. Foto: Christina Hustedt

Düren/Köln. Die Verantwortlichen reagieren auf die jüngste Unfallserie auf der Autobahn 4 zwischen Düren und Köln. Nach Angaben der Kölner Autobahnpolizei sollte noch am Dienstagabend eine Stauvorwarnung in Fahrtrichtung Aachen aufgestellt und in Betrieb genommen werden.

Ein blinkendes Gelblicht soll mit entsprechenden Verkehrsschildern vor der Baustelle bei Düren vor möglichen Staus warnen. Dies haben am Dienstag die Kölner Autobahnpolizei, der Landesbetrieb Straßen.NRW und die Bezirksregierung Köln beschlossen. Eine weitere Blitzanlage ist nicht geplant. Anfang des Jahres waren in der Baustelle zwei Radarsäulen aufgestellt worden.

In der vergangenen Woche hatten sich auf der A4 innerhalb von drei Tagen drei schwere Unfälle am Stauende mit insgesamt sieben Verletzten ereignet, der Verkehr staute sich in der Folge teils auf über 20 Kilometer. Trotz der jüngsten Serie und des Anstiegs der Unfallzahlen im Jahr 2013 im Vergleich zu 2012 um rund 15 Prozent, verweist die Polizei auf eine positive Entwicklung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. So sei die Zahl der Unfälle im ersten Quartal mit 132 im Vergleich zum Stichtag 31. März 2013 (202 Unfälle) um 34 Prozent zurückgegangen. Nach Einschätzung der Polizei haben die im Januar in Betrieb genommenen Blitzer den Rückgang „deutlich begünstigt“.

Am Freitagmorgen übersah gegen 9.45 Uhr ein Lastwagenfahrer ein Stauende und löste damit eine Kettenreaktion aus. Denn der belgische Brummifahrer (49) schob einen kleineren Transporter mit deutschem Kennzeichen wiederum in einen vor ihm stehenden Sattelzug, der durch die Wucht des Aufpralls zwei weitere Lastwagen zum Teil schwer beschädigte. Der 34-jährige Fahrer des deutschen Kleinlasters und der 49-jährige Unfallverursacher waren stundenlang in den Fahrerkabinen eingeklemmt und wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Donnerstagmittag war gegen 13.30 Uhr ein Lkw vor Düren am Beginn der Baustelle in ein Stauende gefahren und schob zwei Autos aus dem Rhein-Erft-Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis ineinander. Nach Angaben der Kölner Autobahnpolizei wurden zwei Autofahrer leicht verletzt. Weil der Lastwagen quer auf der Fahrbahn steht, ist die A4 in Richtung Köln im Unfallbereich voraussichtlich noch bis 15 Uhr komplett gesperrt. Daher ist mit größeren Behinderungen zu rechnen. Wer von Aachen in Richtung Köln fahren möchte, sollte ab dem Kreuz Aachen über die A44 und ab dem Dreieck Jackerath über die A61  fahren.

Mittwochnachmittag waren bei einer Massenkarambolage in Fahrtrichtung Aachen g kurz nach 17 Uhr zwischen den Autobahnkreuzen Köln-West und Kerpen der Fahrer und der Beifahrer eines VW-Bulli schwer verletzt worden. Der Verkehr staute sich noch Stunden später auf einer Länge von 25 Kilometern bis fast zum Kreuz Gremberg. Am Ende eines Staus war nach Angaben der Polizei ein Italiener (58) mit seinem 40-Tonner auf einen stehenden bulgarischen Sattelzug aufgefahren. Dieser hatte dann den vor ihm stehenden Bulli unter einen slowakischen Laster geschoben. Die beiden Insassen des Bulli wurden eingeklemmt und konnten erst nach mehr als anderthalb Stunden von der Feuerwehr befreit werden.

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