Unfall auf Jülicher Straße: Acht Kinder verletzt im Krankenhaus

Von: Stephan Mohne
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Bei einem Unfall an der Jülicher Straße sind am Freitag acht Kinder verletzt worden. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Besuch auf dem Abenteuerspielplatz am Kirschbäumchen endet für die Ferienspielgruppe vom Driescher Hof in einem Abenteuer der ganz anderen Art. Auf dieses bittere Ende eines tollen Ausflugs hätte die Gruppe allerdings gerne verzichtet.

Für acht Kinder endet der Bilderbuchtag nämlich in Krankenhäusern. Schwer verletzt, das die gute Nachricht, ist nach ersten Erkenntnissen wohl niemand.

Es ist kurz nach Mittag, als sich rund 40 Kinder und ihre Betreuer auf den Heimweg machen. An der Jülicher Straße steigen sie in einen Aseag-Linienbus. Ziemlich voll ist dieser, viele Kinder nehmen mit einem Stehplatz vorlieb.

Doch die Fahrt geht nicht weit. „Plötzlich hat es gekracht, dann flogen die Kinder durch den Bus”, beschreibt ein Betreuer die Situation.

Der Unfall ereignet sich an einer Stelle, wo es innerhalb eines Jahres sage und schreibe 18 verletzte Busfahrgäste gegeben hat, seit 2006 sind es gar 28.

Die Situation ist immer die gleiche: Irgendein stadteinwärts kutschierender Autofahrer biegt entgegen dem Verbot nach links quer über die Busspur in die Ottostraße ab. Und jedes Mal wird dabei der eigentlich unübersehbare Bus übersehen.

So ist es auch diesmal. Der Busfahrer steigt voll in die Eisen. Schon dabei kegeln die Fahrgäste durch das Gefährt. Anschließend kommt es auch noch zum Zusammenprall. Der Autofahrer ist weitgehend unverletzt. Nicht so einige der Kinder. Manche von ihnen prallen mit den Oberkörpern gegen die Haltestangen oder die Sitze.

Die Polizei ist zuerst da. Ganz „nebenbei” hat sie wie auch die Feuerwehr noch am anderen Ende der Jülicher Straße alle Hände voll zu tun. Dort hat ebenfalls beim Wenden ein Autofahrer einen Motorradfahrer übersehen, der beim Zusammenprall schwer verletzt wird.

An der Ottostraße peilen die Beamten unterdessen die Lage und ordert Rettungskräfte. Nach und nach rollt ein gutes halbes Dutzend Rettungswagen nebst mehreren Notärzten und den Feuerwehrkollegen zur Einsatzstelle.

Die Kinder und ihre Betreuer werden versorgt, jeder bekommt eine „Patienten-Anhängetasche” mit Namen und erster Diagnose. Der Leitende Notarzt Jörg Brokmann und sein Kollege Christian Herrmanns begutachten alle Unfallopfer. Einige haben Prellungen im Brustkorbbereich.

„Sie werden vorsichtshalber in Krankenhäuser gebracht”, entscheidet Brokmann. Vielleicht muss der eine oder andere geröntgt werden.

Für alle anderen organisiert die Polizei die Heimreise. Wer nach Hause darf, hat dort wenig später viel zu erzählen. Von gewollten und völlig ungewollten Abenteuern.
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