Unfall auf A4: Fernfahrer rettet Kollegen aus brennendem Lkw

Von: Christina Hustedt
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Bei dem Unfall erlitt der 57-jährige Aachener schwere Brandverletzungen. Foto: Christina Hustedt
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Das Führerhaus des aufgefahrenen Lastwagens war sofort in Brand geraten. Foto: Christina Hustedt

Köln/Aachen. Dramatische Minuten auf der Autobahn 4 am Montagmorgen: Nach einem Auffahrunfall zwischen Köln-West und Frechen-Nord hat ein Fernfahrer einen Kollegen aus dem brennenden Führerhaus seines Lastwagens gezogen und ihm so das Leben gerettet. Der Gerettete, ein 57-Jähriger aus Aachen, wurde mit schweren Verbrennungen ins Aachener Uniklinikum gebracht.

Wie es zu dem Unfall kam und warum das Führerhaus sofort Feuer gefangen hatte, müssen die Ermittlungen der Polizei noch zeigen. Vor Ort auf der Autobahn 4 zwischen Frechen-Nord und dem Rastplatz Frechen ging es in der Nacht erst einmal um die Versorgung eines schwer verletzten Fahrers und das Löschen seines Fahrzeugs.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei fuhren ein Tanklaster, beladen mit Milch, und ein kleinerer 7,5-Tonner gegen kurz nach 3 Uhr hintereinander auf der A4 Richtung Aachen, als der aus Rumänien stammende Fahrer des vorausfahrenden Milchtransporters plötzlich von hinten einen Schlag spürte. Er hielt sein Fahrzeug an.

Der kleinere Laster mit Kölner Kennzeichen war aufgefahren, das Führerhaus brannte bereits. Sofort zog der 42-jährige Rumäne seinen Kollegen aus dem Fahrzeug, zog den 57 Jahre alten Aachener aus dem Gefahrenbereich und rettete ihm so das Leben. Trotzdem erlitt der Mann schwere Verbrennungen, er wurde mit einem Rettungswagen in das Aachener Uniklinikum gebracht.

Der Retter blieb unverletzt. Er hatte seine unbeschädigte Zugmaschine noch abkoppeln und einige Meter weiter abstellen können.

Die Feuerwehr Frechen begann sofort nach dem Eintreffen am Unfallort mit dem Löscharbeiten, konnte aber ein Übergreifen der Flammen auf den Laderaum mit Frischgemüse nicht mehr verhindern. Hartnäckig fraß sich das Feuer weiter durch die Verschalung des Kühltransporters, so dass die Feuerwehr unter Atemschutz beide Seiten des Laderaums aufbrechen musste, um von allen Seiten ablöschen zu können.

Dazu wurde nach und nach der Lastwagen ausgeräumt; diverse Kisten mit Gemüse landeten auf der Fahrbahn. Auch der Tankanhänger wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen, doch nach einer Schrecksekunde stellte sich für Polizei und Rettungskräfte schnell heraus, dass es sich bei dem Inhalt nicht um einen gefährlichen Stoff, sondern nur um Milch handelte.

Die Autobahn in Richtung Aachen musste voll gesperrt werden. Nachdem der Schwelbrand im Gemüselaster unter Kontrolle gebracht worden war, konnte die Autobahnpolizei gegen 4.30 Uhr zunächst eine Fahrspur wieder freigeben. Später wurde die A4 in dem betroffenen Bereich noch einmal voll gesperrt. Die Bergung der Lastwagen und die Aufräumarbeiten dauerten bis in den Vormittag, erst gegen 10.30 Uhr war die Autobahn wieder frei. Es kam im Berufsverkehr zu erheblichen Behinderungen auf dem Kölner Ring.

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