Umweltzone: Ab Montag nur noch mit grüner Plakette

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Die Bestimmungen der Umweltzone werden nur im öffentlichen Raum kontrolliert, Parkhäuser sind also von den Kontrollen ausgenommen. Foto: dpa

Aachen. Ab Montag, 1. Februar, ist für Zehntausende Fahrzeuge aus der Region bei einer Fahrt durch oder nach Aachen Schluss am äußeren Ring der Stadt. Der seit September 2015 geltende Luftreinhalteplan für die Stadt Aachen sieht die bislang ungeliebte und von den Kommunalpolitikern nicht unbedingt gewollte Umweltzone vor, in der nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette mit der großen „4“ in der Mitte fahren dürfen.

Jede Regel hat mindestens eine Ausnahme, bei den am Donnerstag erneut von der Stadt Aachen vorgestellten Bestimmungen gibt es eine ganze Reihe davon. Die Leiterin der Aachener Straßenverkehrsbehörde, Heike Ernst, berichtete, dass bereits dieser 200 Ausnahmegenehmigungen erteilt seien.

Sie wies gleichzeitig darauf hin, dass die Bürger bei Anträgen momentan Geduld haben müssten wegen der zahlreichen Anfragen, die aktuell wegen des „Februar-Fiebers“, so Ernst, gestellt würden. Anfragen zu Ausnahmen könnten jedenfalls nur unter Telefon 0241/432-6863 oder per Mail umweltzone@mail.aachen.de gestellt werden.

Die erste Ausnahme gilt für Bewohner mit Hauptwohnsitz im Inneren des Umweltzonen-Ringes: Sie können Fahrgenehmigungen beantragen, die zunächst bis zum 30. April gelten, Verlängerungen sind möglich. Sondergenehmigungen gibt es auch für Fahrzeuge, die nicht umrüstbar sind und nicht unter die Oldtimer-Befreiung fallen.

Die Bedingungen, die Privatpersonen, Gewerbetreibende und Halter von Bussen und Wohnmobilen im Einzelnen für eine solche Sondergenehmigung erfüllen müssen, sind auf der Web-Seite der Stadt aufgelistet: www.aachen.de/umweltzone.

Gleichermaßen gibt es Ausnahmen für Behinderten-Fahrzeuge, seien es Transporter oder autonom fahrende Stühle, allerdings gelten auch hier genauestens festgelegte Bestimmungen, die im Zweifel bei der Behörde nachzufragen sind. Nicht kümmern um die grüne Klebefolie müssen sich motorisierte Zwei- und Dreiräder, erklärte Ernst.

Und noch ein Tipp: „Es reicht nicht, wenn die Plakette vorhanden ist und schön im Handschuhfach liegt“, mahnte Ernst, sie müsse sichtbar für die Ordnungskräfte sein. Politessen würden bei Falschparkern gleichzeitig die Plakette kontrollieren und gegebenenfalls ein zweites Knöllchen ausstellen.

Dies gelte nur im öffentlichen Raum, nicht für private Flächen, auch nicht in Parkhäusern. Die Polizei ist für den fahrenden Verkehr zuständig. Wer ohne Plakette erwischt wird, zahlt 80 Euro plus 28,50 Euro Verwaltungsgebühr.

Wer noch keine Plakette besitze, könne sie, so Stadtsprecher Bernd Büttgens, bei zertifizierten Werkstätten, TÜV, Dekra, dem GTÜ-Prüfdienst und im Straßenverkehrsamt erhalten. Beim Straßenverkehrsamt sowie bei TÜV und Dekra können die Plaketten auch online bestellt werden. Die Plakette kostet je nach Anbieter zwischen fünf und fünfzehn Euro.

Für die Fahrer aus den Niederlanden, aus Belgien und Frankreich sind muttersprachliche Infos auf der städtische Web-Seite verfügbar, ebenso sind ausländische registrierte Oldtimer zugelassen. Wer die Innenstadt ganz meiden will, dem stehen vier große Park&Ride-Parkplätze zur Verfügung. Von dort führen alle fünf bis zehn Minuten Busse, hieß es.

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