Ultraschall, rettende Druckmassage und viel Bewegung

Von: sar
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Aachen. Wie sollte man sich nach einem Schlaganfall oder Herzinfarkt ernähren? Leicht, vollwertig – bei „Rat & Hilfe“ im Seminarraum des Uniklinikums können die Besucher praktisch erfahren, wie das geht. I

m Rahmen eines bunten Mitmachprogramms gibt es hier die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren, mit einem der anwesenden Fachärzten über individuelle Probleme zu sprechen und sogar an Untersuchungen teilzunehmen. Tritt der Notfall ein, sollte niemand zögern, den Notruf 112 zu wählen und den Notarzt zu rufen. Mitarbeiter der Rettungsdienste in Aachen sind im Seminarraum dabei, um Fragen zu diesem Thema zu beantworten – und nicht nur das.

Bei einem plötzlichen Herzstillstand kann auch der Laie durch die Herzdruckmassage Leben retten. Die Retter bringen Spezial-Puppen mit, an denen die Besucher üben dürfen. Ob Herzinfarkt oder Schlaganfall – stets liegen Probleme mit den Gefäßen vor. Häufig ist eine Stenose (Gefäßverengung) die Ursache dafür, dass sich ein Blutgerinnsel löst und durch den Körper bewegt. Teilnehmer an „Rat&Hilfe“ können an einer Ultraschall-Untersuchung der Halsschlagader teilnehmen. Der untersuchende Arzt wird dabei zwar keine Diagnose stellen, dem Betroffenen aber sagen, ob er besser einen Facharzt aufsuchen sollte. Ziel ist es, das individuelle Schlaganfall-Risiko zu ermitteln.

Blutdruck messen

Blutdruck und Puls sind Faktoren, die auf Probleme hindeuten können. Bei „Rat&Hilfe“ sollte sich jeder den Blutdruck messen lassen. Mit Hilfe eines völlig neuen Untersuchungsgeräts – dem in Deutschland noch kaum bekannten „Diagnostick“, einem Stab, den man eine Minute lang in der Hand hält – kann die Pulsfrequenz gemessen und gedeutet werden. Auch das darf bei „Rat&Hilfe“ ausprobiert werden. Die Sauerstoffsättigung des Blutes gibt dem Arzt wichtige Hinweise. Im Seminarraum wird sie mit einer einfachen Untersuchung getestet. Die AOK Aachen bietet neben umfangreichen Informationen sportliche Übungen in einer kleinen Mitmach-Runde an. Jeder ist aufgefordert, das einmal auszuprobieren.

Auch Kathrin Thiele, Leiterin von Herzsport-Gruppen, ist dabei und zeigt, was in ihren Kursen abläuft, unterstützt von dicken Gymnastikbällen. Werner Kenders vom Helene-Weber-Haus Aachen/Stolberg bietet einen beruhigenden Tee und einen „Erlebnisraum-Yoga“ an.

Bei den Bewegungsrunden mit Sportwissenschaftler Sergey Dockter lernen die Teilnehmer, wie wichtig und wohltuend das richtige Atmen ist und wie man es praktizieren kann. Fragen zu einer Reha nach Schlaganfall und Herzinfarkt beantwortet Erik Skobel, Chefarzt der Reha-Klinik „An der Rosenquelle“ in Aachen. Wie füllt man die Formulare richtig aus? Was ist der Unterschied zwischen „Anschluss-Heilbehandlung“ und Rehabilitation?

Und was tun, wenn durch den Schlaganfall Bewegungseinschränkungen verursacht wurden? Pavle Lederer von der Aachener Firma Fendel & Keuchen zeigt im Seminarraum, was es für Hilfen bei speziellen Indikationen gibt und berät die Besucher. Neben Fußheberschienen und individuell gefertigten Orthesen bietet die funktionelle Elektrostimulation großes Potenzial für Betroffene. Wer will, kann dieses System auf einem kleinen Parcours sogar vor Ort ausprobieren.

Der Eintritt zu „Rat & Hilfe“ und zum AZ-Forum Medizin in Hörsaal 4 ist frei.

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