Tote von der A 44: Todesursache weiter unklar

Von: gego
Letzte Aktualisierung:
Leiche A44
Auf dem Bild zu sehen ist Enid Adyero Ayere - eine 29-jährige in Uganda geborene Frau. Ihre Leiche wurde an der Autobahn 44 gefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft trug sie den Spitznamen „Mia“, war 1,63 Meter groß und auffallend schlank.

Brand. Die Todesursache der 29 Jahre alten Aachener Straßenprostituierten Enid Adyero Ayere, deren Leiche Bauarbeiter am 15. Mai an der Autobahn 44 nahe der Abfahrt Aachen-Brand gefunden hatten, ist weiter unklar.

Zwar hat die Rechtsmedizin in Köln mittlerweile ein vorläufiges toxikologisches Gutachten erstellt, von dessen Erkenntnissen sich die Aachener Staatsanwaltschaft viel versprochen hatte. Doch das Gutachten bestätigte lediglich Zeugenaussagen, denen zufolge Ayere Drogen konsumierte.

Dass sie an einer Überdosis starb, konnten die Rechtsmediziner bislang nicht feststellen, erklärte Staatsanwalt Jost Schützeberg am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung. Die Leiche der aus Uganda stammenden Frau hatte bereits seit Ende April oder Anfang Mai in einem Gebüsch an der A 44 in Fahrtrichtung Belgien gelegen.

Erste Vermutungen, nach denen der Tod der 29-Jährigen Teil eines Flüchtlingsdramas gewesen sei, bestätigten sich nicht. Ayeres in Deutschland lebenden Eltern hatten laut Staatsanwalt Schützeberg erst eine Vermisstenanzeige gestellt, als die Ermittler kurz nach dem Fund der Leiche eine Personenbeschreibung veröffentlicht hatten.

Es dauerte nach dem Fund der Leiche dann noch fast zwei Wochen, bis die Staatsanwaltschaft Ayere zweifelsfrei identifizieren konnte. Das endgültige toxikologische Gutachten erwartet Schützeberg innerhalb der nächsten beiden Wochen.

Sollten sich keine weiteren Zeugen Finden, die erklären können, wie Ayeres Leiche an die A 44 gelangt und wie sie gestorben sein könnte, ist das Gutachten der Rechtsmediziner die vermutlich letzte Hoffnung der Staatsanwaltschaft, Antworten auf diese Fragen zu bekommen.

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