Maastricht - Tote Babys: Acht Jahre Haft für Mutter gefordert

Tote Babys: Acht Jahre Haft für Mutter gefordert

Von: red
Letzte Aktualisierung:

Maastricht. Die Staatsanwaltschaft Maastricht hat am Dienstag acht Jahre Haft für Anita C. gefordert. Die 41-jährige Frau aus Geleen soll ihre drei Babys umgebracht haben. Das berichtet die niederländische Tageszeitung „De Limburger”.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hat sich C. im Falle ihrer beiden zuletzt geborenen Kinder des Mordes und im Falle ihres Erstgeborenen des Totschlags schuldig gemacht.

Laut Anklagevertreter habe C. Angst davor gehabt, dass jemand die Babys entdecken könnte. Auch wenn verschiedene Untersuchungen die Ursachen für die Tode nicht abschließend aufklären konnten, sieht es die Staatsanwaltschaft für erwiesen an, dass C. nicht das geringste Interesse daran hatte, die Kinder leben zu lassen. Sie habe ihnen dazu überhaupt keine Chance gegeben.

Nach der ersten Entbindung habe sie sich nicht davon überzeugt, ob das Baby lebe, und es einfach versteckt. Indem sie gezielt nicht verhütet habe, habe sie die beiden folgenden Schwangerschaften dann vorsätzlich nicht verhindert. Auch diese beiden Babys hatte die Frau nach der Schwangerschaft sofort versteckt, ohne sich um sie zu kümmern.

Anita C. ist laut psychiatrischem Gutachten vermindert zurechnungsfähig und geistig zurückgeblieben. Für die Staatsanwaltschaft ist das allerdings kein Grund, von ihrer Forderung nach acht Jahren Haft abzusehen.

Der Anwalt der Angeklagten hielt dagegen in seinem Plädoyer der Staatsanwaltschaft vor, dass nicht ausreichend bewiesen sei, dass seine Mandantin die Babys umgebracht habe.

„Sie können ja auch tot geboren worden sein”, sagte er. Er verwies darauf, dass zwei der drei Pathologen, die die Leichen untersucht haben, keine Todesursache hätten feststellen können. Die drei Babyleichen waren nach dem 27. August vergangenen Jahres im Schuppen und im Garten des Wohnhauses der Frau in Geleen entdeckt worden. Zuvor hatte die limburgische Jugendfürsorge nach verschiedenen Hinweisen die Justiz eingeschaltet.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert