Staukarte

Tod eines Kindes bejubelt: Frau wegen Volksverhetzung verurteilt

Von: red
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Blausteinsee kübel
Auf der Willkommensfeier für Flüchtlinge am Blausteinsee war ein Blumenkübel umgekippt, der den Dreijährigen so unglücklich am Kopf traf, dass das Kind kurze Zeit später starb. Foto: Patrick Nowicki

Aachen. Nach dem tödlichen Unfall eines Flüchtlingskindes am Blausteinsee in Eschweiler hatte eine Leserin auf der Facebook-Seite unserer Zeitung einen Kommentar gepostet, in dem sie den Tod des Dreijährigen bejubelte. Dafür wurde sie nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

„Jaaa wieder einer weniger“, kommentierte die junge Frau, die selbst Mutter ist, unter dem Bericht. Nachdem unsere Online-Redaktion den Kommentar entfernt hatte, erstatteten wir gegen die Frau Anzeige wegen Volksverhetzung.

Wie die Aachener Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, wurde die Frau mittlerweile rechtskräftig wegen Volksverhetzung verurteilt. Sie akzeptierte einen Strafbefehl über 90 Tagessätze à 15 Euro (1350 Euro). Der Strafbefehl blieb damit knapp unterhalb der Grenze, ab der man als vorbestraft gilt.

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