Baesweiler/Aldenhoven - Tod einer jungen Fahrerin: Überholender zwang zum Bremsen

Tod einer jungen Fahrerin: Überholender zwang zum Bremsen

Von: heck/pol
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Der Notarzt konnte nur noch den Tod der jungen Aachenerin feststellen. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa

Baesweiler/Aldenhoven. Eine junge Frau aus Aachen ist am Freitag bei einem schweren Unfall zwischen Baesweiler und Aldenhoven ums Leben gekommen. Die 22-Jährige kam von der Straße ab, als sie abbremste, um einen anderen Wagen vor sich einscheren zu lassen. Die Polizei fahndet jetzt nach dessen Fahrer - er hatte sie mit hoher Geschwindigkeit überholt und dabei einen entgegenkommendes Auto zum Bremsen gezwungen.

Wie die Polizei der Städteregion mitteilte, ereignete sich das Drama um 11.08 Uhr auf der Schmiedstraße, der Landesstraße 50. Die 22-Jährige fuhr von Baesweiler-Setterich nach Aldenhoven-Siersdorf. „Im Verlauf einer leichten Linkskurve setzte dann ein hinter ihr fahrender Pkw an, sie zu überholen“, heißt es im Polizeibericht. Wie sich nach den Ermittlungen der Beamten im Lauf des Tages herausstellte, war der Überholende mit hoher Geschwindigkeit unterwegs. Eine entgegenkommende Autofahrerin musste bremsen, um einen Frontalaufprall zu vermeiden.

Der Überholer scherte unmittelbar vor dem Wagen der 22-jährigen wieder auf die rechte Fahrbahn, die bremste, um ihn wieder auf die rechte Spur zu lassen. 

Was genau in diesen Sekunden geschah, ist noch nicht restlos klar. Ein Polizeisprecher teilte später am Nachmittag mit: „Ob und inwieweit er dabei das spätere Opfer schnitt oder bedrängte, bleibt Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“

Sicher ist nur: Der kleine Renault der jungen Aachenerin kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen dort stehenden Baum. Der Aufprall war so stark, dass der Baum umgerissen wurde. Der Kleinwagen wurde völlig zerstört. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod der jungen Frau feststellen.

Der Fahrer des überholenden Autos, wohl ein helles oder silberfarbenes Fahrzeug, fuhr weiter in Richtung Siersdorf, ohne sich um den Unfall zu kümmern.

Die Polizei löste sofort eine Fahndung aus, die am Nachmittag noch andauerte. Dringend rief sie Zeugen auf, sich zu melden. Hinweise können unter der Telefonnummer 0241/9577-0 abgegeben werden.

Im Verlauf der Unfallaufnahme war die Schmiedstraße zeitweise gesperrt. Experten der Polizei untersuchten den Unfallort und das Wrack des Wagens auf Spuren des tödlichen Geschehens. Der gefällte Baum musste von der Feuerwehr in Teile zersägt werden, damit er abtransportiert werden konnte.

Zwei Frauen, die sich nach dem Unfall gegenüber Bauarbeitern als Unfallzeugen zu erkennen gegeben haben, und nach denen zunächst gesucht wurde, haben sich in der Zwischenzeit gemeldet.

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