„Time 2 Talk”: Blick geht zurück und nach vorn

Von: Holger Richter
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Jürgen Seeberger, Andreas Bornemann, Thorsten Stuckmann, Reiner Plaßhenrich und Benjamnin Auer (am Tisch, von links) ziehen beim der letzten „Time 2 Talk”-Runde der Saison gemeinsam mit „Nachrichten”-Sportchef Christoph Pauli sowie den Moderatoren Achim Kaiser und Bernd Büttgens (hinten, von links) eine Saisonbilanz. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Zum Glück hat der Mensch zwei Augen. Denn bei „Time 2 Talk”, der Alemannia-Gesprächsrunde der „Nachrichten” benötigten Trainer Jürgen Seeberger, Sportdirektor Andreas Bornemann, Torhüter Thorsten Stuckmann, Torjäger Benjamin Auer und der derzeit verletzte Mannschaftskapitän Reiner Plaßhenrich am Montagabend beide Sehorgane.

Schließlich warfen die Moderatoren Achim Kaiser und Bern Büttgens den Blick beim letzten Alemannia-Talk der Saison in zwei Richtungen: zurück auf die zu Ende gehende Spielzeit und in die Zukunft auf das neue Stadion, neue Verträge und neue Aufstiegschancen.

Denn die Chancen, noch in dieser Saison aufzusteigen, sind bekanntlich seit dem 1:1 bei 1860 München am Sonntag dahin. „Da waren wir alle natürlich erstmal enttäuscht, dass auch der allerletzte Aufstiegsstrohhalm weggeknickt ist”, fasste Thorsten Stuckmann die Stimmung bei den Alemannen zusammen, „aber insgesamt können wir mit der Saison einigermaßen zufrieden sein.” Die Alemannia belegt in der Zweiten Liga derzeit den vierten Tabellenplatz, „das haben uns zu Saisonbeginn sicher nicht viele zugetraut”, sagte der Torhüter vor mehreren hundert Zuschauern im Aachener Saalbau Rothe Erde.

Den Blick nach vorne richtete unterdessen Benjamin Auer: „Wir müssen in der nächsten Saison unser Niveau steigern. Wir brauchen nicht nur 13 oder 14, sondern 18 oder 19 Spieler, die jederzeit von Anfang an spielen können.” Doch der Top-Torjäger hat auch noch kurzfristigere Ziele, denn mit bislang 15 Saisontoren hat er noch beste Aussichten, Torschützenkönig der Zweiten Liga zu werden. „Und wenn der Auer nicht so blind wäre und sieben mal den Pfosten getroffen hätte”, sagte der der 28-Jährige lachend über sich selbst, „dann hätte er auch schon 22 Mal treffen können.”

Andere Sorgen hat derweil Reiner Plaßhenrich. Der verletzte Mannschaftskapitän kämpft sich nach seiner schweren Knie-Operation durch die Reha. „Das Knie fühlt sich schon wieder ganz gut an. Und ich bin fest davon überzeugt, dass ich das wieder hinbekomme”, gab sich der 32-Jährige gewohnt kämpferisch.

Dass sein Vertrag zum 30. Juni ausläuft, soll Plaßhenrich auf seinem Weg zurück auf dem Platz nicht im Wege stehen. Denn Sportdirektor Andreas Bornemann sprach ihm und dem ebenfalls Verletzten Thomas Stehle alle Unterstützung seitens des Vereins auch über das Vertragsende hinaus zu. Von einer Vertragsverlängerung sprach Bornemann allerdings ausdrücklich nicht.

Die steht wohl auch nicht im Fall von Matthias Lehmann an. „Wenn er die Möglichkeit hat, den Verein zu verlassen, dann wird er wohl gehen”, deutete Trainer Jürgen Seeberger an, dass er sich die neue Saison durchaus ohne den Mittelfeldspieler vorstellen könne.

Arbeit an der Einstellung

In der kommenden Spielzeit möchte Seeberger vor allem an der Einstellung der Mannschaft arbeiten. „Wenn die Moral innerhalb der Gruppe stimmt, dann können wir diese Moral auch auf dem Platz zeigen”, sagte der 44-Jährige. Denn daran habe es in der aktuellen Saison lange Zeit gemangelt. „Mit 20 Punkten aus den letzten neun Spielen haben wir aber gezeigt, dass unsere Arbeit in die richtige Richtung geht.”

Das mochte auch Christoph Pauli nicht bezweifeln, dennoch nannte der „Nachrichten”-Sportchef die zu Ende gehende Spielzeit eine „Saison der verpassten Chancen”, in der angesichts der guten Ergebnisse der Alemannia gegen die Spitzenteams der Liga mehr drin gewesen sei als Platz 4.

Etwa um diese Platzierung herum siedelt Sportdirektor Andreas Bornemann die Alemannia auch in der neuen Saison an. „Wir können finanziell sicher keine großen Sprünge machen”, schränkte er die Hoffnungen auf allzu spektakuläre Spielertransfers etwas ein. „Ich bin mir aber sicher, dass wir eine Truppe zusammenstellen werden”, so der 37-Jährige, „die im oberen Drittel der Zweiten Liga mitspielen kann.”
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