Tihange: Wiederanfahren verzögert sich

Von: Madeleine Gullert
Letzte Aktualisierung:

Lüttich . Das Wiederanfahren des umstrittenen Atomreaktors Tihange 2 bei Lüttich hat sich verzögert. Der belgische Rissreaktor soll nun am Montag angefahren werden, wie Anne-Sophie Hugé, Sprecherin des Betreibers Electrabel unserer Zeitung am Sonntag mitteilte.

Zuletzt hatte es geheißen, der Reaktor werde am Sonntag angefahren. Allerdings könne man die Inbetriebnahme eines AKW-Meilers nie genau vorhersagen, hatte Hugé bereits am Freitag gesagt. „Ein Atomreaktor ist ein komplexes Gebilde, da drückt man nicht einen roten Knopf, und los geht es.“

Tihange 2 und Doel 3 waren seit März 2014 wegen Tausender Risse in den Reaktordruckbehältern vom Netz genommen. Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control) hatte am 17. November beschlossen, dass die umstrittenen Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 bei Antwerpen wieder angefahren werden können. Betreiber Electrabel habe zeigen können, dass die Risse in den Reaktorblöcken keinen „inakzeptablen Einfluss“ auf die Sicherheit hätten, teilte die FANC damals bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit.

Da man in Doel 3 mit den Vorbereitungen zum Wiederanfahren noch nicht so weit wie in Tihange sei, werde der Reaktor schätzungsweise erst am 20. Dezember angefahren, sagte Hugé.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert