Tihange: Probleme mit Reaktor und Datensicherheit

Von: heck
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Sorgt immer wieder mit Pannen und Problemen für Schlagzeilen: Das belgische Atomkraftwerk Tihange an der Maas bei Lüttich. Foto: dpa

Lüttich. Die Serie von Problemen mit dem belgischen Atomkraftwerk Tihange 1 geht weiter. Der Reaktorblock 1 der pannengeplagten Anlage bei Lüttich kann nicht wie geplant Ende November wieder ans Netz gehen. Unterdessen wurde bekannt, dass die belgische Atomaufsicht dem Betreiber Electrabel die Sicherheitsgenehmigung verweigert hat.

Die Wiederinbetriebnahme von Reaktorblock 1 werde sich voraussichtlich bis Ende Dezember verschieben, zitierten belgische Medien einen Sprecher des Energiekonzerns Electrabel.

Der Block 1 des Kraftwerks war erst Mitte August nach dreimonatiger Wartungspause wieder in den regulären Betrieb gegangen. Schon am 7. September musste er wieder abgeschaltet werden, weil es bei Bauarbeiten an einem Pumpengebäude auf dem nicht-nuklearen Teil der Anlage Schäden gegeben hatte.

Die Zeitungen der Sudpresse-Gruppe berichteten am Dienstag, dass die belgische Atomaufsichtsbehörde Fanc dem Betreiber die fällige Sicherheitsgenehmigung bereits im Oktober verweigert hatte. Bei einer internen Revision seien zuvor 26 schwerwiegende Mängel in Sicherheitsprozeduren aufgedeckt worden. Sudpresse nannte das Ergebnis der Untersuchung „erschütternd“.

Belgische Medien berichten, dass unter anderem ans Licht gekommen war, dass ein Subunternehmer der für die Verwaltung der Zugangschips zuständigen US-Firma über alle neuen Sicherheitspläne der Nuklearanlage informiert war. Dies war Electrabel offenbar nicht bekannt. Der Energiekonzern hat laut Sudpresse schnelle Abhilfe versprochen.
 

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