Brüssel - Tihange 2 geht in der Nacht zu Sonntag ans Netz

Tihange 2 geht in der Nacht zu Sonntag ans Netz

Von: Madeleine Gullert
Letzte Aktualisierung:
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Tihange 2 bei Lüttich geht in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder ans Netz. Foto: Imago/Xinhua

Brüssel. Der umstrittene Riss-Atomreaktor Tihange 2 bei Lüttich geht in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder ans Netz. Das sagte die Sprecherin des Betreibers Electrabel, Anne-Sophie Hugé, auf Anfrage unserer Zeitung und dementierte gleichzeitig Meldungen anderer Medien, wonach der Reaktor am Freitag hochgefahren werde.

Ursprünglich sei zwar Samstag angedacht gewesen, doch die Vorbereitungen seien noch im Gange, sagte Hugé am Freitagnachmittag. „Der Zeitplan kann sich immer etwas vor oder zurückverschieben, aber Tihange 2 ist noch nicht angefahren“, sagte sie. „Ein Atomreaktor ist ein komplexes Gebilde, da drückt man nicht einen roten Knopf, und los geht es.“ Aus diesem Grunde handele es sich immer nur um grobe Schätzungen.

Da man in Doel 3 mit den Vorbereitungen noch nicht so weit wie in Tihange sei, werde der Reaktor schätzungsweise erst am 20. Dezember angefahren, sagte Hugé.

Ursprünglich war geplant, dass die belgischen Rissreaktoren Tihange 2 und Doel 3 bei Antwerpen beide kommende Woche, am 15. Dezember, wieder ans Netz gehen. Da die vorbereitenden Arbeiten aber schneller hatten vorgenommen werden können, habe Electrabel den Zeitplan ändern können, teilte das Unternehmen unserer Zeitung mit.

Die belgische Atomaufsichtsbehörde FANC (Federal Agency for Nuclear Control) hatte am 17. November beschlossen,  dass die umstrittenen Reaktoren wieder angefahren werden können. Betreiber Electrabel habe zeigen können, dass die Risse in den Reaktorblöcken keinen „inakzeptablen Einfluss“ auf die Sicherheit hätten, teilte die FANC damals bei einer Pressekonferenz in Brüssel mit.

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