Tierschutzverein Kall wirft Euskirchener Veterinäramt Untätigkeit vor

Von: isa
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Euskirchen. Weil ein Tierschutzverein dem Veterinäramt des Kreises Euskirchen Untätigkeit in mehreren Fällen von Verstößen gegen die Tierschutzbestimmungen vorwirft, führt das Landesamt für Umwelt Nordrhein-Westfalen (Lanuv) derzeit Kontrollen im Kreis Euskirchen durch.

Der Tierschutzverein Kall und Umgebung hat eine 65-seitige Liste erstellt, die das Versagen des Kreisveterinäramtes dokumentieren soll. Es werden Fälle beschrieben, deren Anfänge bis zum Beginn der 90er Jahre zurückreichen.

Die Tierschützer reichten bei der Bezirksregierung Köln Anträge auf Einleitung von Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Amtsenthebung von Kreisveterinär Jochen Weins, Veterinärin Iris Groß und Landrat Günter Rosenke ein. Außerdem schaltete der Tierschutzverein das Landesamt für Umwelt ein und bat um eine Untersuchung der Zustände im Kreis Euskirchen.

Bereits im Oktober hatten die Tierschützer Kritik am Veterinäramt geübt und ihm mangelndes Engagement vorgeworfen. Grund waren Klagen über einen Landwirt aus dem Schleidener Höhengebiet. Dort seien Rinder einen qualvollen Tod gestorben. „Wir bekommen täglich neue Hinweise aus der Bevölkerung”, sagt Markus Schmitz-Bongard vom Tierschutzverein.

„Wir nehmen die Situation zum Anlass, um gezielt vor Ort zu kontrollieren”, sagte ein Sprecher des Lanuv. Walter Thomaßen vom Kreis Euskirchen bezeichnete die Untersuchung als „gemischte Kontrolle”, die sowohl vom Lanuv, als auch von Mitarbeitern des Veterinäramts durchgeführt würde.

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