Tiefensee will Welterbe-Förderprogramm ausbauen

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Der Aachener Dom.

Berlin/Aachen. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will das Förderprogramm für die deutschen UNESCO-Welterbestätten wegen der großen Nachfrage aufstocken.

Er habe über die bisher veranschlagten 150 Millionen Euro hinaus noch einmal jeweils 100 Millionen in den Bundeshaushalten 2010 und 2011 beantragt, teilte sein Ministerium am Samstag in Berlin mit. Diese Woche endete die Frist, die Förderung zu beantragen. Aus allen 33 Welterbestätten in Deutschland seien Anträge eingegangen, insgesamt über 250 einzelne Projekte vom abrutschenden Schlossberg bis hin zu bröckelnden Kirchenfassaden.

„Die Antragsflut zeigt, dass der Bedarf enorm ist”, erklärte Tiefensee. Der Erhalt und die Pflege des historischen Erbes sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Wenn es sein muss, werden wir die Mittel aufstocken, um diese Aufgabe zu bewältigen.”

Zu den Projekten gehört die Sanierung der Wartburg und der Bauhausstätten in Weimar. In Aachen sollen am Dom die Besucher besser gelenkt werden, Stralsund will die Altstadt aufwerten und Quedlinburg braucht Geld, um den Schlossberg, die Stiftskirche und das Schloss zu sichern.

Die Anträge werden nach Ministeriumsangaben nun gesichtet und dann durch unabhängige Experten bewertet. Im Mai soll deren Empfehlung vorliegen. Die ersten Projekte können ab Juni starten.

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