Aachen - Thalys dementiert Gerüchte um Stopp der Pendlerregelung

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Thalys dementiert Gerüchte um Stopp der Pendlerregelung

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Kaum war die vermeintlich schlechte Nachricht für Berufspendler in der Welt, organisierte sich geballter Widerstand. Mehrere Pendler, die sich an unsere Zeitung wandten, wollten erfahren haben, dass mit dem nächsten Fahrplanwechsel am 12. Dezember ein ihnen liebgewonnenes Privileg gestrichen werde.

Wenn sie demnach mit dem europäischen Schnellzug Thalys von Aachen nach Köln wollen, dürften sie nicht mehr ohne Reservierung zusteigen. Doch Nachfragen unserer Zeitung beim Thalys-Betreiber ergeben, dass die ganze Aufregung wohl unnötig ist. Die Pendler werden weiterhin die Möglichkeit behalten, den jeweiligen Wagen 28 des Thalys ohne die sonst verpflichtende Platzreservierung auf dem Weg zur Arbeit nach Köln und wieder nach Hause zu nutzen.

Pia Verheyen, Pressesprecherin von Thalys Deutschland, gab auf Anfrage unserer Zeitung Entwarnung: Vom Streichen des Pendler-Bonus „wissen wir nichts”, bekräftigte sie nachdrücklich. Ähnlich reagierte auch Patricia Baars, Sprecherin von Thalys International in Brüssel: „Aus unserer Sicht gibt es im Dezember keine Änderungen am Gesamtpaket”, versicherte sie. Der Thalys sorgt täglich für zehn schnelle Zugverbindungen zwischen der französischen Hauptstadt Paris über die Europa-Metropole Brüssel bis nach Köln. Dabei wird stets im Aachener Hauptbahnhof ein Halt eingelegt.



Unterschriften für ICE-Halt

Gerade erst war das Gerücht über die angeblich bevorstehenden Einschnitte in der Welt, organisierte sich bereits mächtiger Protest. Mit vorne marschierte dabei Hans-Joachim Sistenich, Geschäftsführer des Aachener Verkehrsverbunds. Er hatte bereits eine scharfe Resolution zur Bedeutung dieses Angebotes für die Region an die Thalys-Verantwortlichen vorbereitet, abgestimmt mit Partnern wie der Stadt Aachen, den beiden Hochschulen RWTH und FH sowie der Industrie- und Handelskammer.

Doch als es auf mündliche Nachfrage hieß, die Sorgen seien unberechtigt, wurde das Papier erst einmal in die Schublade gelegt. Stattdessen wurden die Thalys-Betreiber aus Belgien und Frankreich - an dem Konsortium ist die Deutsche Bahn mit zehn Prozent beteiligt - aufgefordert, den vorgeblich unveränderten Status quo doch bitte schriftlich zu bestätigen. Die Antwort steht noch aus. Bereits in der Welt ist allerdings ein Brief unter Federführung der Aachener FDP-Bundestagsabgeordneten Petra Müller an Bahn-Chef Rüdiger Grube zur gleichen Problematik. Auch hier stehen die Hochschulen und die IHK mit auf dem Absender.

Berechtigte Proteste regen sich in Düren wegen der angekündigten Einstellung des ICE-Verkehrs zwischen Aachen und Berlin. Denn damit entfällt in Düren der Haltepunkt dieses Zuges. Unter Federführung der Dürener Grünen werden derzeit Protestunterschriften gesammelt.

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