Tempo 120, sieben Meter Abstand

Von: udo
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Kontrollstelle am Straßenrand: Eine mobile Anlage zur Messung von Geschwindigkeitsverstößen an einer Autobahn. Symbolfoto: dpa

Köln/Aachen. Sieben Meter Abstand zum Vordermann bei Tempo 120 auf der Autobahn sind dann doch eindeutig zu wenig. 60 hätten es mindestens sein sollen, sagt die Polizei. Weil ein BMW-Fahrer jedoch an der Stoßstange des vorausfahrenden Fahrzeugs klebte – und dabei von den Beamten erwischt wurde –, droht dem Fahrer nun ein dreimonatiges Fahrverbot samt vier Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei und ein Bußgeld in Höhe von 400 Euro.

Dies war der extremste der insgesamt 130 Abstandsverstöße, die die Kölner Autobahnpolizei am Dienstag und Mittwoch bei ihrer groß angelegten Kontrollaktion auf zahlreichen Autobahnabschnitten zwischen Aachen, Köln und Bonn ahndete. Hinzu kamen noch 4500 Tempoverstöße, die an zwölf Messstellen unter anderem auf der A 4 und der A 544 sowie von drei zivilen Fahrzeugen gemessen wurden. fast 100 Verkehrsteilnehmer müssen mit einem Fahrverbot rechnen, mehr als 1000 erhielten eine Anzeige, weitere 3300 bekamen ein Verwarngeld aufgebrummt.

60.000 Fahrzeuge überprüft

Dabei wurde auf der A 1 bei Köln-Niehl ein Pkw-Fahrer geblitzt, der mit 167 Sachen bei erlaubten 100 Stundenkilometern unterwegs war. Ihm drohen nun ein zweimonatiges Fahrverbot, 440 Euro Bußgeld und vier Punkte. Für die Polizei der traurige Höhepunkt einer Kontrollaktion, die besorgniserregende Ergebnisse brachte, wie Einsatzleiter Armin Fredrich bilanziert. Obwohl die Aktion angekündigt worden sei, missachtetetn nahezu sieben Prozent der rund 60.000 überprüften Verkehrsteilnehmer teilweise erheblich die Verkehrsregeln. Dies sei umso ernüchternder, weil bereits beim vergangenen Schwerpunkteinsatz Mitte Juli 1400 Temposünder in nur fünf Stunden geblitzt worden waren. Eine „sehr, sehr hohe Zahl“, hieß es damals.

Doch die Polizeio bleibt bei ihrer Strategie und führt neben den normalen Streifendiensten auch die Schwerpunkteinsätze fort. Bereits im August werden wieder große Tempokontrollen stattfinden, kündigte Georg Dissen, Chef der Autobahnpolizei, an.

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