Aachen - Telemedizin hat nun ihr eigenes Zentrum

Telemedizin hat nun ihr eigenes Zentrum

Von: sar
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Alle Werte im iPad: Telemedizi
Telemedizin soll zukünftig die Arbeit von Ärzten enorm erleichtern. Foto: UKA

Aachen. Das futuristische Gebäude am Campus-Boulevard der RWTH atmet Zukunft. Ein guter Ort zur Eröffnung des Telemedizinzentrums der Uniklinik RWTH Aachen.

Auf rund 400 Quadratmetern wird man nun zusammen mit rund 25 Mitarbeitern virtuelle Diagnostik entwickeln. Gute Wünsche der Landesregierung überbrachte hierzu Beate Wieland, Leiterin der Abteilung Forschung und Technologie im NRW-Wissenschaftsministerium.

In dem durch den Bundesausschuss geförderten Projekt „TELnet@NRW“ haben sich als Modellregionen Aachen und Münster mit ihren Unikliniken, 17 Krankenhäusern und etwa 1000 niedergelassenen Ärzten zusammengefunden, um dem Ziel einer flächendeckende Gesundheitsversorgung näherzukommen. 20 Millionen Euro gibt es aus dem Innovationsfonds. Mittwoch nun startete nach fünf Aufbaujahren die Interventionsphase. Ziel ist es, in den sensiblen Bereichen Infektiologie und Intensivmedizin ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen.

„Elf Prozent der Intensivpatienten erleiden eine Infektion, die Sterberate beträgt rund 50 Prozent die Antibiotikaresistenzen nehmen zu“, weiß Professor Gernot Marx, Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Sprecher des Telemedizinzentrums.

„Bis 2019 werden etwa eine Milliarde Euro an Versicherungsgeldern in den Innovationsfonds investiert sein“, erläutert Günter van Alst, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin und Leiter der Landesvertretung der Technikerkrankenkasse. „Dann sollte die Telemedizin von der Forschung in die Regelversorgung übergehen.“

Digitalisierung in der Medizin: Hier denkt Professor Thomas Ittel, Ärztlicher Direktor der Uniklinik, weiter: „Wir brauchen den Lehrstuhl für Internetmedizin als Innovationszentrun für digitale Medizin.“ Auch Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein , unterstützt die Entwicklung. „Ich bin für eine strukturierte Förderung und allgemein verständliche Forschung.“ Die Technikbranche habe längst den Körper als neues Geschäftsfeld entdeckt, jetzt gelte es dringend, ein Gütesiegel für Gesundheitsapps zu entwickeln.

Die Aufgabenliste für das Zentrum für Telemedizin ist lang, und auch eine europaweite Präsenz gehört dazu. betont Marx.

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